Nüsse unter der Lupe

Anführungszeichen Wir assen regelmässig Baumnüsse vom Bauer. Plötzlich stellten wir fest, dass ganz dünne Fäden an einzelnen Nüssen zu sehen waren und begannen, die Nüsse im Zweifelsfall mit der Lupe zu betrachten und wegzuwerfen. Wir kauften danach im Warenhaus abgepackte Nüsse aus Frankreich. Auch dort waren, in vermindertem Mass, diese Fäden sichtbar. Haben wir überreagiert? Schlusszeichen G. F., Teufen

Antwort

Erst mühsam aufknacken und dann alles wieder wegwerfen ist schon ziemlich frustrierend. Aber es ist leider so, dass ein pelziger Überzug auf den Nüssen bedeutet, dass sich Schimmel gebildet hat. Insofern haben Sie richtig gehandelt. Das Bundesamt für Gesundheit muss uns warnen, wenn es eine gefährliche Substanz wie zum Beispiel die Aflatoxine der Schimmelpilze in einem Lebensmittel findet. Oft habe ich allerdings das Gefühl, ich müsste die Weisung für mich persönlich etwas relativieren. Ich darf mich selber entscheiden, welchen Risiken ich mich aussetze und welche ich bewusst meide. Ich möchte die Thematik mit den Schimmelsporen nicht herunterspielen. Die Schimmelfäden sind wirklich nicht gesund. Sie können, in grösseren Mengen eingenommen, das Krebsrisiko erhöhen. Das heisst aber nicht, dass Sie bald nach dem Konsum von Aflatoxinen an Krebs sterben werden.

Oft bildet sich der Schimmel aufgrund falscher Lagerung oder ungenügender Trocknung der Nüsse. Wenn Sie auch dieses Jahr wieder Nüsse beim Bauer beziehen, sollten Sie diese unbedingt in Holzkisten oder in einem Netz aufbewahren, damit genügend Sauerstoff dazukommt. Auf keinen Fall in Plastiksäcken oder Kunststoffdosen lagern, es sei denn, die Nüsse sind bereits geschält. Dann können sie in verschlossenen Gefässen gelagert und sollten innert drei Monaten konsumiert werden. Es ist manchmal ein Segen, dass wir in der heutigen Zeit so viele Möglichkeiten haben, die Dinge zu untersuchen und deren Folgen abzuschätzen. Früher hätte man die Nüsse einfach gegessen. Wir haben das Privileg, zu essen, worauf wir Lust haben. Wir können uns durch ausgewählte Speisen gesund halten – oder krank essen – und setzen uns gleichzeitig Stress, Umweltbelastungen und Nikotin aus.

Sabine Hurni, Drogistin HF und Naturheilpraktikerin mit Fachrichtung Ayurveda

Foto: fotolia.com


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