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Heilpflanze des Monats: Das Gänseblümchen

Kategorie: Heilpflanzen
 Ausgabe_06/2017 - 01.06.2017

Text:  Sabine Hurni

Klein und fein. Das Gänseblümchen schmeckt gut im Salat und ist eine wichtige Frauenpflanze.

@ istockphoto.com

Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich! Dieses Gänseblümchenorakel kennt wohl jedes Kind. Das Gänseblümchen kann aber noch mehr vorhersagen: Es kündigt schlechtes Wetter an, indem es seine Blüte schliesst, wenn Regen naht.

Das Gänseblümchen blüht in unseren Breitengraden vom Frühjahr bis zum Spätherbst. Die weit verbreitete Wiesenblume mit ihren sonnenähnlichen Korbblütenköpfchen ist mehrjährig und darf gepflückt und verspeist werden, zum Beispiel als Beigabe in Salaten und Suppen.

Grosser Wundheiler. Verwendet werden die Blütenköpfe. Darin beenden sich Saponine, Flavonoide, Gerb-, Bitter- und Schleimstoffe sowie ätherische Öle. Diese Inhaltsstoffe machen das Gänseblümchen zu einem feinen Wundheiler. In der Homöopathie wird es sogar als «Arnika der Gebärmutter» bezeichnet. Im Weiteren wird das Gänseblümchen in Form von Tees und Tinkturen eingesetzt zur Stärkung der Verdauungskraft, bei Kopfschmerzen, Rheuma, Gicht und krampfartigem Husten. Äusserlich (als Salbe oder Teeumschlag) kann das Gänseblümchen helfen bei Schürfwunden, Prellungen, Verstauchungen und Muskelschmerzen. Als Frischpflanze, Homöopathika oder Bachblüte angewandt, ist das Gänseblümchen eines der besten Mittel bei seelischen Verletzungen.

Wichtiges Frauenmittel. Als Teemischung zusammen mit anderen Frauenkräutern wie Frauenmantel, Hirtentäschelkraut, Gänsefingerkraut und Zinnkraut fördert das Gänseblümchen die Rückbildung nach der Geburt. Die jungen Mütter können den Tee sechs bis acht Wochen lang zwei- bis dreimal täglich frisch zubereiten und langsam trinken. Der Tee kann zusätzlich äusserlich für Waschungen oder als Zugabe im Sitzbad verwendet werden.

Für die Teezubereitung verwendet man Blüten und Blätter. Man kann sie in den Sommermonaten sammeln und trocknen. 

Rund um dasGänseblümchen
• Seelenpflaster: Besonders für Frauen, die seelische Verletzungen aufarbeiten, die durch Gewaltanwendungen oder aufgrund von traumatischen Geburten entstanden sind, kann das Gänseblümchen ein heilsamer Begleiter sein. Es steht für Unversehrtheit – man kann es ständig niedertreten, immer wieder richtet sich das Gänseblümchen auf.
• Quark: Der perfekte Gemüsedip: Quark, Salz, Pfeffer, ein gehacktes Sauerampferblatt, geschnittene Gänseblümchen und junge Brennnesselblätter mit Olivenöl gut mischen, mit frischen Gänseblümchen garnieren, geniessen.
Homöopathie: Homöopathische Arzneimittel aus Gänseblümchen gibt es in verschiedenen Potenzen. Sie werden angewendet bei Blutungen, Blutergüssen, Muskelschmerzen, rheumatischen Beschwerden und Hauterkrankungen.

Bisher erschienen: Doldiger Milchstern, Hopfen, Heckenrose, Wacholderbeere, Mistel, Hamamelis, Kuhschelle, Schlüsselblume

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