Schwindel
Ich bin 70 und bewege mich viel, mache häufig Bergwanderungen. Seit zwei Jahren verspüre ich Schwindel ab 2000 m ü. M. Das trifft mich hart, weil meine liebsten Voralpengipfel über 2000 m hoch sind. Gibt es da eine natürliche Hilfe (ausser im Flachland bleiben)? B. W., Bern
Schwindel hat unterschiedliche Ursachen. Er kann durch eine Durchblutungsstörung im Innenohr verursacht werden oder durch die Fehlstellung eines Halswirbels. Meistens hängt aber auch die Durchblutungsstörung mit der Fehlstellung des Wirbels zusammen, weil dadurch die Blutversorgung leicht beeinträchtigt wird. Bitte suchen Sie sich eine Fachperson für Craniosakraltherapie, Osteopathie oder Dorn-Breuss-Therapie. Sie alle beschäftigen sich mit den Knochen, mit Fehlstellungen der Wirbelkörper und mit dem Freimachen der Nacken- und Schulterpartie. Das wäre sehr wichtig, denn wenn die Nackenmuskulatur verspannt ist, fliesst weniger Blut zum Ohr, was zu Durchblutungsstörungen führen kann.
Unterstützend dazu könnten Sie von innen her den Herz-Kreislauf sowie die Durchblutung des Gehirns stärken, zum Beispiel mit Hilfe von Weissdorn und Ginkgo. Weissdorn fördert die Blutzirkulation allgemein, Ginkgo ist zuständig für die Durchblutung in den engen Blutgefässen des Gehirns und des Ohres. Man kennt den Ginkgo biloba auch gegen Vergesslichkeit, Tinnitus und Konzentrationsstörungen.
Sie müssen auf keinen Fall im Flachland bleiben, aber gönnen Sie sich etwas mehr Regenerationszeit, wandern Sie mit Stöcken und übertreiben Sie es nicht. Trinken Sie genug Wasser, wenn Sie unterwegs sind, nehmen Sie warmen Tee oder eine Bouillon mit auf den Berg und essen Sie zum Frühstück etwas Warmes, zum Beispiel ein Porridge oder eine Rösti, statt nur Brot und Käse. Das gibt Ihnen viel mehr Energie für den Tag.
Und noch was: Stecken Sie sich auch ein paar Gly-Coramin-Lutschtabletten in den Rucksack. Sie regen den Kreislauf an und helfen sehr gut bei Beschwerden in der Höhe.

