Alp’26 im Culinarium Alpinum – Pflichttermin für Genussmenschen

Das Culinarium Alpinum hat sich längst als Kompetenzzentrum für regionale Kulinarik etabliert. Anfang November wird es mit der Alp’26 zum Schaufenster der besten regionalen Produkte aus sieben Alpenländern.

Tina W. Engler

Es gibt Orte, an denen Genuss ganz selbstverständlich entsteht. Das Culinarium Alpinum in Stans ist einer davon. Hinter den stillen Mauern des 1584 gegründeten Kapuzinerklosters wachsen Obst und Kräuter, reifen Käse und entstehen kulinarische Visionen. Wer durch den Klostergarten streift, vorbei an mehr als 200 Obst-, Beeren- und Kräutersorten, versteht schnell, dass es hier nicht um schnelllebige Trends geht, sondern die Region und der Wert lokaler Qualität im Fokus stehen.

Vom 6. bis 8. November 2026 wird das Culinarium Alpinum Gastgeber der ALP’26, des internationalen Wettbewerbs für regionale Spezialitäten aus dem gesamten Alpenraum. Aus sieben Ländern reisen Produzentinnen und Produzenten nach Stans, um zu zeigen, was auf Alpenweiden, in Käsereien, Metzgereien, Brennereien und Backstuben entsteht. Das ehemalige Kloster wird zum Resonanzraum einer gemeinsamen alpinen Esskultur.

Genuss hinter ehrwürdigen Klostermauern

Wo einst Kapuziner in stillen Kreuzgängen unterwegs waren, führen dann Degustationswege durch historische Räume. Besuchende begegnen nicht anonymen Marken, sondern den Menschen dahinter, die ihre Produkte voller Passion selbst herstellen. Wer einen Käse probiert, spricht mit der Sennerin. Wer Bergkräuter verkostet, lauscht der Geschichte jener Hänge, auf denen sie wachsen. Die jahrhundertealten Mauern bieten den passenden Rahmen für eine klösterliche Ruhe, in der Genuss für alle Sinne zelebriert wird.

Herzstück der Alp’26 ist der internationale Wettbewerb. Bis zu 500 Erzeugnisse werden nach handwerklicher Qualität, Regionalität und Innovationskraft beurteilt. Höhepunkt ist die Medaillenvergabe am 7. November im Theater Stans. Der renommierte Schweizer Koch Anton Mosimann wird die «Prix d’excellence» persönlich übergeben. Dass ausgerechnet einer der weltweit bekanntesten Köche des Landes handwerkliche Produkte kleiner Alpenbetriebe würdigt, ist kein Zufall, sondern unterstreicht die Botschaft der Veranstaltung.

Markt für alle Sinne

Doch die Alp’26 ist weit mehr als nur ein Wettbewerb. Ein bunter Marktplatz verwandelt das Kloster in eine kulinarische Reise durch den Alpenraum. Parallel diskutieren Produzierende, Wissenschaft, Gastronomie und Tourismus am 6. November im Fachforum über regionale Wertschöpfung, nachhaltige Landwirtschaft und die Zukunft alpiner Lebensmittel. Ein besonderer Höhepunkt der Alp’26 ist die Verleihung der Auszeichnung «Cercle régional» als integrierter Teil des Fachforums. Mit dieser Ehrung werden Projekte oder Initiativen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für regionale Lebensmittelkultur und Wertschöpfung sowie nachhaltige Entwicklung engagieren.

Restaurant und Hotel des Culinarium Alpinum leben seit der Eröffnung in 2020 genau jene Werte, welche die Alp’26 sichtbar machen möchte: Küchenchef David Zurfluh kocht konsequent saisonal mit Produkten aus der Zentralschweiz und dem Alpenraum. Was auf den Teller kommt, stammt aus landwirtschaftlichen Betrieben, Fischereien, Käsereien oder von persönlich bekannten Herstellungsbetrieben. Im historischen Keller reifen mächtige Laibe Alp Sbrinz, im Garten wachsen die Zutaten der Saison, und in den vierzehn restaurierten Klosterzimmern scheint die Zeit langsamer zu vergehen.

Wer hier übernachtet, wacht mit Blick auf Obstbäume und den stillen Klosterhof auf. Wer durch den Garten spaziert, pflückt im für Jedermann frei zugänglichen Naschgarten vielleicht eine Himbeere direkt vom Strauch. Im November zeigt sich dieses besondere Haus von seiner lebendigsten Seite. Aus einem Ort der Einkehr wird dann ein Treffpunkt für die besten Produkte der Alpen. Zwischen jahrhundertealten Mauern entsteht für wenige Tage ein Bild davon, wie regionale Kulinarik aussehen kann, wenn Herkunft, Handwerk und Genuss perfekt zusammenspielen.

alp26.ch

culinarium-alpinum.com

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