Sudan: Wie blutiges Gold einen Krieg finanziert

Im Sudan herrscht seit 2023 ein grausamer Krieg. Im Oktober 2025 haben die Rapid Support Forces (RSF) in der Stadt al-Faschir einen Genozid begangen. Innerhalb von wenigen Tagen haben sie Tausende Menschen ermordet und unzählige weitere vergewaltigt und gefoltert. Im Juli drohten die RSF, die Stadt al-Obeid einzunehmen, und es herrscht die Gefahr eines erneuten Genozids.

Eine der Haupteinnahmequellen, mit denen die RSF den Krieg finanzieren, ist der Goldhandel. Wichtigster Abnehmer des Goldes sind die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), die allein im Jahr 2024 29 Tonnen Gold aus dem Sudan importiert haben. Hinzu kommt das Gold, das illegal aus dem Sudan geschmuggelt und über andere Länder an die VAE verkauft wird. Trotzdem kaufen Schweizer Raffinerien laut Berichten vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) weiterhin Gold von den VAE. Dabei vertraut der Bund deren Zusicherungen, das gehandelte Gold würde nicht aus dem Sudan stammen. Doch dies ist aufgrund des illegalen Schmuggels nicht eindeutig belegbar. Die EU verhängte im Juli einen Einfuhrstopp gegen sudanesisches Gold. Dies löst aber nicht das Problem des illegalen Handels, der das sudanesische Gold den VAE über die Nachbarländer zuführt. Amnesty International warnt: «Solange der Goldhandel aus dem Sudan floriert, wird der Konflikt andauern – und somit auch die grausamen Menschenrechtsverletzungen.» bbu

Zurück zum Blog

Hinterlassen Sie einen Kommentar