Safran fürs Gedächtnis
Kürzlich habe ich von einer älteren Frau gehört, dass sie täglich 125 mg Safranpulver, in einem Glas Wasser aufgelöst, trinkt wegen des Gedächtnisses. Ich habe dann im Netz einiges gelesen über die Anwendung des Safrans. Die täglichen Mengenangaben reichen von 30 bis 200 mg. Hätten Sie mir eine vernünftige Mengenangabe, die nützt, aber nicht toxisch wirkt?
E. L., Zürich

Safran ist ein edles und herrlich schmackhaftes Gewürz. Es wird aus den getrockneten Narben der Safrankrokusblüte gewonnen. Weil es von Hand geerntet werden muss, gehören die Safranfäden zu den teuersten Gewürzen der Welt. Das Gewürz wirkt stimmungsaufhellend. Wie Studien zeigen, kann es uns bei leichten bis mittelschweren depressiven Verstimmungen unterstützen. Zudem wirkt es aufgrund einiger Inhaltsstoffe antioxidativ, das heisst, sie schützen die Zellen vor Zellschäden. Auch über die Unterstützung von Konzentration und Gedächtnis findet man Hinweise, ebenso auf die Entzündungshemmung und die Linderung von prämenstruellen Beschwerden. Als Gewürz lässt man drei bis zehn Safranfäden für 10 bis 20 Minuten in warmem Wasser, Milch oder Bouillon ziehen. Anschliessend gibt man die Flüssigkeit zum Gericht. Als Tee übergiesst man drei bis fünf Safranfäden mit heissem Wasser und lässt sie 10 bis 15 Minuten ziehen. Safran gibt es inzwischen auch als Nahrungsergänzungsmittel, die in der Regel pro Kapsel 30 mg Safran enthalten, was ungefähr einer Tagesdosierung entspricht. Sie müssten schon sehr viel Safran einnehmen, um ein Unwohlsein wie Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen davon zu erzeugen. Ich empfehle Ihnen, häufig mit etwas Safran zu kochen, zum Beispiel bei Reisgerichten oder bei Saucen. Kleine Mengen reichen vollkommen aus, weil der Safran sehr heilkräftig ist. Viel wirkt nicht besser.
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Sabine Hurni, Drogistin, Naturheilpraktikerin und Ayurveda-Expertin, beantwortet Ihre Fragen zu Gesundheits- und Ernährungsthemen persönlich und ganzheitlich: s.hurni@weberverlag.ch
