Sehnenscheidenentzündung

Ich habe eine Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk. Soll ich eher kühlen oder wärmen? Was könnte ich sonst noch tun?

S. W., Aarau

Bei einem akuten Entzündungsschub ist es oft wohltuend, wenn Sie die Körperstelle leicht kühlen. Sie könnten ein Traubenkernsäcklein in den Tiefkühler legen und es mehrmals pro Tag für 10 bis 15 Minuten auf die schmerzende Stelle legen. Sie werden merken, ob das guttut, oder ob eher leichte Wärme angezeigt ist. Dann verfahren Sie mit dem Traubenkernsäcklein umgekehrt und wärmen es in der Mikrowelle auf. Schonen Sie Ihr Handgelenk so gut es geht und stabilisieren Sie es, um es ruhig zu halten. Sehr wohltuend sind Handbäder mit Lehm, Meersalz oder Apfelessig. Alle drei Badezusätze helfen beim Ausleiten, das Wasser sollte nicht zu warm sein, sondern so, wie Sie es für angenehm empfinden. Sie können auch Linsen trocken wärmen oder kühlen und die Hand in die Linsen halten, damit sie sich entspannen kann.

Sehr angenehm sind auch Quarkwickel. Hier kaufen Sie sich einen Becher Magerquark und streichen ein bis zwei Löffel davon auf ein Haushaltpapier. Legen Sie dieses mit der Quarkseite auf die schmerzende Stelle. Nach ca. 20 Minuten fühlt sich der Quark nicht mehr kühl an, dann können Sie ihn entsorgen und die Haut abwaschen. Was auch guttut sind Salben- und Ölwickel, die Sie über Nacht auftragen. Zum Beispiel etwas Johanniskrautöl auf das Handgelenk massieren und danach den Wollstulpen darüber ziehen. Das wärmt und wirkt entzündungshemmend. Das geht auch mit Wallwurzsalbe, homöopathischen Verletzungssalben oder Arnikasalbe.

Nehmen Sie sich generell genug Zeit für sich und Ihre Gefühlswelt. Überlegen Sie sich, oder fühlen Sie in Ihr Herz hinein, was Ihre Hand Ihnen mitteilen möchte. Es geht nicht um die Frage des Warums, sondern um die Möglichkeit, innere Erkenntnis zu gewinnen.

Lassen Sie sich von einer externen Person helfen. Gehen Sie in eine Massage, in eine gute Fussreflexzonenmassage, Akupunktur, Schröpfen, Shiatsu – einfach etwas, das Ihnen guttut und den ganzen Arm-, Schulter- und Nackenbereich Ihres Körpers ins Lot bringt.

Sobald die akuten Schmerzen nachlassen, können Sie Ihre Hand langsam kreisen, die Finger strecken und beugen, den Unterarm dehnen – einfach immer sanft und nichts forcieren. Wenn es gar nicht bessert, sollten Sie eine medizinische Fachperson aufsuchen.

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