Selbstmörderische Lemminge und unsterbliche Quallen

Aktualisiert: Sept 6

Kategorie: Natur

Sind Elstern geflügelte Diebe? Haben Lemminge einen Hang zum Selbstmord? Und können Frösche das Wetter vorhersagen? Wir sind einigen tierischen Legenden nachgegangen – und sind auf Überraschendes gestossen.



Vermehren wie die Karnickel

«Die vermehren sich wie die Karnickel!» Der oft abschätzig gemeinte Ausruf hat durchaus einen wahren Kern, denn Kaninchen sind tatsächlich sehr fruchtbar und vermehrungsfreudig. Der Rammler versucht meist noch in der Stunde nach der Geburt, das Weibchen schon wieder zu decken! Aber Sex ist ja nur das eine; effektive Fortpflanzung das andere. «Der Deckungsakt ist bei Kaninchen fast immer erfolgreich», sagt Julika Fitzi, Tierärztin und Leiterin der Fachstellen Tierversuche und Tierärztliche Beratungsstelle des Schweizer Tierschutzes (STS). «Man spricht von einer induzierten Ovulation: Der Deckakt löst Eisprünge aus, sodass die Spermien des Rammlers stets auf fruchtbare Eizellen treffen.» Nach einer Tragzeit von 30 Tagen werden vier bis sechs Junge geboren. Als wäre das nicht genug, verfügen weibliche Kaninchen auch noch über eine spezielle Gebärmutterform mit zwei langen Uterushörnern. So kann es vorkommen, dass das Weibchen noch während einer bestehenden Trächtigkeit im einen Uterushorn im anderen erneut trächtig wird. Diese extreme Vermehrungsfreudigkeit, die schon manchem Haustierbesitzer über den Kopf gewachsen ist, hat vermutlich einen einfachen Grund: Überleben. Als Art. Denn hinter den Kaninchen sind viele her. «Auch der Mensch bejagte bis nach dem Zweiten Weltkrieg Kaninchen und Hasen als Fleisch- und Felllieferanten exzessiv», sagt Julika Fitzi. «Würden sie sich nicht so schnell vermehren, wären sie vermutlich längst ausgestorben.»









Diebische Elstern

Jeder kennt die sprichwörtlichen diebischen Elstern, jene Menschen, welche die Fing