Auf einen Schluck Gesundheit

Kategorie: Essen, Gesundheit


Smoothies aus Früchten und Gemüse können eine leichte Mahlzeit ersetzen. Schnell und einfach lassen sich damit aber keine Ernährungssünden ausgleichen, auch nicht mit Supplementen. Eine rundum ausgewogene Ernährung ist das A und O für ein gesundes Leben.





Schnell einen Smoothie trinken, angereicherte Crackers knappern und Vitaminkapseln schlucken – und weiter gehts vom Fitnessstudio an den Bürotisch, spätabends dann zum Apéro mit Cüpli, Chips und Co. Zwischen all den Terminen bleibt kaum Zeit, sich an einen Esstisch zu setzen. «Die geballte Ladung Vitamine und Mineralstoffe wird mir meine Gesundheit und die jugendliche Frische erhalten», denkt sich da die eine oder der andere. Zumindest dann, wenn man Foodbloggern, Influencerinnen, Stars und Sternchen glaubt. Oder der Russin Victoria Boutenko, die vor rund 20 Jahren die Smoothiewelle in den USA neu belebte. Bereits in den 20er-Jahren wurden dort Säfte vermarktet, die mit Fruchtmark und weiteren Zusatzstoffen ergänzt wurden und fein und cremig zum Trinken waren. Entsprechend wurden sie als «Smoothies» bezeichnet.


Der gesamte Lebensstil ist für die Gesundheit entscheidend.

Weil die Familie von Victoria Boutenko unter chronischen Krankheiten litt, suchte die Rohköstlerin nach alternativen Lösungen. Sie fand sie bei den Schimpansen, die die Bananen mit Blättern umwickeln, bevor sie sie verzehren. Entsprechend mixte sie Bananen mit grünem Gemüse, das reich an Nahrungsfasern und Chlorophyll ist. Chlorophyll ist ein Farbstoff, dem entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben werden. Und siehe da: Die Familie von Boutenko wurde gesund. Der grüne Smoothie war geboren.


Geballte Ladung natürlicher Nährstoffe

Was ein Smoothie ist, ist im Lebensmittelgesetz nicht definiert. Folgt man der Philosophie von Victoria Boutenko, werden alle essbaren Teile von Gemüse und Früchten püriert. Deshalb enthalten solche Smoothies im Gegensatz zu Säften praktisch alle Nahrungsfasern, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe der Frucht. Damit ein Smoothie seinem Namen gerecht wird und aus den Zutaten eine cremige Konsistenz entsteht, braucht es eine leistungsstarke Haushaltsmaschine. Mit einem Stabmixer reicht es gerade einmal für ein einfaches Fruchtpüree. Die meisten Früchte und Gemüse kann ein Stabmixer nicht fein genug mixen. «Smooth» würde es durch die Fasrigkeit sicher nicht. Idealer ist da ein Standmixer oder ein Slow Juicer, der die Zutaten presst. Nachteil hier: Die Nahrungsfasern bleiben zum Teil im Pressrückstand.