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Mönchspfeffer

Kategorie: Heilpflanzen, Pflanzen

Möchspfeffer ist das Frauenmittel schlechthin. Der bis zu sechs Meter hoch werdende Strauch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, gedeiht aber auch in unseren Gärten.

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Als Spätblüher verziert er den Garten oder die Terrasse von August bis Oktober. Mit seinen gefiederten Blättern erinnert er ein bisschen an Hanf. Aus den blauen Blüten entwickeln sich viersamige Scheinbeeren, die Mönchspfefferfrüchte, die getrocknet als pfefferähnliches Gewürz verwendet werden können. In der Volksmedizin wurden die Früchte auch als Anaphrodisiakum verwendet, das heisst als Mittel, das den Geschlechtstrieb dämpft; im Mittelalter sollten sie den Nonnen und Mönchen die Einhaltung des Keuschheitsgelübdes erleichtern – daher auch der Name «Mönchspfeffer».

Mönchspfeffer wirkt über die Hirnanhangsdrüse auf das Hormonsystem und fördert die Produktion von Östrogen, Progesteron, Luteinisierungshormon (LH) und Follikelstimulierendes Hormon (FSH). Alle vier Hormone sind wichtig für einen regelmässigen Zyklus. Bei Frauen, die nach Absetzen der Pille nicht schwanger werden, kann der Mönchspfeffer dabei helfen, den Hormonzyklus zu regulieren und zu harmonisieren, sodass der Kinderwunsch vielleicht doch noch in Erfüllung geht. Dasselbe gilt für Zyklusstörungen und Schmerzen in Zusammenhang mit der Monatsblutung. Der Mönchspfeffer sollte über mindestens drei Monate täglich immer ungefähr zur gleichen Zeit eingenommen werden. Nach drei Monaten reicht es in der Regel aus, den Mönchspfeffer nach dem Eisprung, in der zweiten Zyklushälfte, einzunehmen.

Während der Zeit nach dem Eisprung baut sich unter dem Einfluss des Hormons Progesteron eine dicke Schleimhautschicht in der Gebärmutter auf. In dieser Schleimhaut nistet sich ein befruchtetes Ei ein. Wird das Ei nach dem Eisprung nicht befruchtet, stösst der Körper die Schleimhaut rund vierzehn Tage später wieder ab, was ziemlich schmerzhaft sein kann, gerade bei jungen Frauen. Denn der Körper muss sich zuerst an diesen von Hormonen gesteuerten Rhythmus gewöhnen. Setzt die Blutung gar nicht ein oder ist sie für lange Zeit unterbrochen, spricht man von einer Amenorrhoe, verursacht von hormonellen Störungen im Regelkreis von Hypothalamus und Hypophyse.

Wichtig zu wissen:

Normalität gibt es im Menstruationszyklus nicht – er verläuft von Frau zu Frau anders. Statt mit Hormonen oder der Verhütungspille das Gleichgewicht zu erzwingen, ist es oft besser, dem Körper Zeit zu lassen und ihn mit pflanzlichen Heilmitteln zu unterstützen, zum Beispiel eben mit Mönchspfeffer. Präparate gibt es in Drogerien und Apotheken. Unterstützend dazu kann das Spurenelement Zink gute Dienste leisten. Zinkpräparate sollten in diesen Fällen und auch bei ausbleibender Menstruation über längere Zeit eingenommen werden. Beim prämenstruellen Syndrom und starken Menstruationsschmerzen eignen sich Präparate mit ungesättigten Omega-6-Fettsäuren, zum Beispiel Nachtkerzen- oder Borretschöl.

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