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Heilpflanze des Monats: Löwenzahn

Kategorie: Heilpflanzen
 Ausgabe_04_18 - 01.04.2018

Text:  Sabine Hurni

Stoffwechselanregend: Eine Löwenzahnkur im Frühling bringt die Galle und den Stoffwechsel in Schwung. Das vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit.

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Zu uns Übersättigten passt der Löwenzahn sehr gut: Er fühlt sich besonders wohl auf überdüngten Wiesen, wo seine Pfahlwurzel tief in die Erde eindringt und den allzu stickstoffreichen Boden regeneriert. So ähnlich entfaltet der Löwenzahn seine Wirkung als Heilmittel: Er spült belastende Schadstoffe aus dem Körper, indem er Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Niere und Darm anregt.

Löwenzahnblüten schmücken von April bis Mai die Frühlingswiesen. Achtung: Nur in schadstofffreien Gegenden sammeln! Jeder Blütenkopf besteht aus 100 bis 200 Einzelblüten, die sich bei Sonnenschein frühmorgens öffnen und süsslich schmecken. Geschlossene Blütenknospen kann man in Essig einlegen und wie Kapseln verwenden. Die grünen Laubblätter schmecken bitter und enthalten ein Vielfaches an Vitaminen, Eisen und Enzymen wie normale Salate. Man kann sich das Jäten also getrost sparen und den Löwenzahn als Salat oder gekocht wie Spinat verwenden.

Schmeckt und heilt
1. Reinigungskur I: 1 bis 2 TL zerkleinerte Wurzeln in 0.25 l kaltes Wasser geben, aufkochen und ca.15 Minuten ziehen lassen. Oder: 2 TL Brennnessel- und Löwenzahnblätter mit 0.25 l siedendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen. Während vier Wochen täglich 2 bis 3 Tassen davon trinken. Wer Mühe mit der Fettverdauung oder einen Hang zu Gallenleiden hat, sollte den Tee eine halbe Stunde vor dem Essen trinken.
2. Reinigungskur II: Besonders effizient ist der frischgepresste Saft aus den grünen Löwenzahnblättern: Man gibt zwei Handvoll Löwenzahnblätter in den Entsafter und trinkt diesen Saft während vier Wochen.
3. Smoothie: Alternativ kann man die Blätter, Stängel und Blüten auch als grünen Smoothie trinken. Allenfalls vermischt mit einem Löffel Mandelmus, einer Feige und einer Tasse Wasser.

Das Apothekerkraut, wie der Löwenzahn auch genannt wird, ist eines der wichtigsten pfanzlichen Heilmittel unserer Zeit. Er enthält Bitterstoffe, Eiweiss, Carotinoide, Kieselsäure, Magnesium und Kalzium, welche die Ausscheidungsorgane sehr effizient anregen. So fördert die Einnahme von Löwenzahntee, -tinktur oder -frischpflanzensaft die Gallensaftproduktion; die Nieren erhöhen ihre Ausscheidungsfunktion und die Leberzellen werden gestärkt und regeneriert. Schon zwei Tassen Tee oder zwei Esslöffel frisch gepresster Löwenzahnsaft wirken belebend auf das Bindegewebe und den ganzen Stoffwechsel. Besonders im Frühling ist diese Wirkung erwünscht, weil wir auf diese Weise aktiviert und frei vom winterlichen Ballast in den neuen Jahreszyklus starten können. Eine Löwenzahnkur sollte man über 4 Wochen hinweg durchführen. 

Bisher erschienen: Hopfen, Wacholderbeere, Mistel, Hamamelis, Schlüsselblume, Lavendel, Huflattich und viele mehr: siehe www.natuerlich-online.ch

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