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Ausgabe_12/2016

Text:  Roland Dekker

Echter Hunger findet heutzutage fern von uns statt, doch das war nicht immer so. Vor genau 200 Jahren verhungerten in der Schweiz Tausende von Menschen. Bettelnd zogen Frauen, Männer und Kinder durch die Strassen der Städte, blieben liegen und starben. Ein gewaltiger Vulkanausbruch in Indonesien hatte damals weltweit für Missernten gesorgt – und getroffen hat das wie immer die Ärmsten der Armen, denn statt zu helfen, stritten sich die Reichen lieber darüber, wer für die Katastrophe verantwortlich sei. Wenn Sie in den kommenden Wochen das Weihnachts- und Silvestermenü planen, denken Sie doch bitte einen kurzen Moment daran, dass Wohlstand und Überfluss auch in unserem wunderschönen Land nicht einfach selbstverständlich sind – auch wenn es uns manchmal so scheint.

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