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Ausgabe_09_19

LSD zum Frühstück

Liebe Leserin, lieber Leser

Die psychedelischen Drogen sind zurück – aber nicht als Suchtmittel, sondern als Helfer bei seelischen und körperlichen Beschwerden. Cannabis, über das in den letzten Jahren immer wieder positiv berichtet wird, ist nur eine davon. Andere bisher fast ausschliesslich als Rauschmittel bekannte pflanzliche Heilmittel sind psilocybinhaltige Pilze, das aus Kakteen gewonnene Meskalin, der DMThaltige Pflanzensud Ayahuasca oder auch das halbsynthetische LSD.

In sogenannter Mikrodosierung, die keine berauschende Wirkung auslöst, können diese Substanzen Kopfschmerzen, Menstruationsprobleme, ADHS sowie Depressionen und Angststörungen lindern und – auch das ein gewünschter Effekt – anstelle von beispielsweise Kaffee als Aufputschmittel verwendet werden. Allerdings: Die meisten Naturheilkundler und Mediziner sind bezüglich dieser (illegalen) Mittel sehr zurückhaltend, denn es fehlen noch aussagekräftige wissenschaftliche Studien. Mehr dazu ab Seite 14 in diesem Magazin.

Wir vom «natürlich» verfolgen diese Entwicklung mit Spannung, denn was natürliche Substanzen angeht, glauben wir an den Leitspruch des Paracelsus: «Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machtʼs, dass ein Ding kein Gift sei.»

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