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Ausgabe 04 - 2012

Text:  Roland Dekker

Was Franz Weber tut, wofür und wie er sich engagiert, geht mir ans Lebendige. Sein Motor ist eine tief aus dem Bauch heraus empfundene Empörung über die vielen Ungerechtigkeiten auf dieser Welt und nicht dieses medial täglich reichlich nachgefüllte Tränenmeer der ständigen kollektiven Betroffenheit, in dem wir uns heute so gerne und gleichzeitig auch so passiv suhlen. Aus Empörung wächst Wut, und diese Wut, die einem manchmal auch an heiligen Zorn gemahnen mag, macht Weber zu einem, der brüllt statt jammert, der handelt statt hinnimmt – und dem es wurscht ist, was andere von ihm und seinen Aktionen denken. Vor Menschen wie ihm ziehe ich den Hut, denn sie haben etwas, das mir zuweilen in der nötigen Menge fehlt: Zivilcourage!

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