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Ausgabe_01_2013

Text:  Roland Dekker

Die gängige Praxis, die es erlaubt, Organe zu entnehmen, setzt den sogenannten Hirntod voraus. Das ist dann der Fall, wenn die Gehirnfunktionen irreversibel ausgefallen sind. Inzwischen werden aber auch an Herz-Lungen Maschinen angeschlossene Sterbende, deren Hirn noch arbeitet, deren Überlebenschancen aber gleich null sind, für eine Organspende präpariert. Darf ein Sterbender so behandelt werden, als wäre er schon tot? «Sind Sie ohnehin dem Tod geweiht, sollten Sie doch wenigstens anderen Menschen helfen, weiterzuleben», argumentieren Befürworter von Organspenden. Doch weil der Tod und das Sterben weit mehr als nur biologisch und medizinisch erklärbare Vorgänge, sind wohl viele mit dem Thema überfordert.

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