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Kulinarischer Grenzfall

Kategorie: Garten
 Ausgabe 12 - 2011 - 01.12.2011

Text:  Tertia Hager

Bei Wintergemüse denkt man an Wirz, Rüebli, Sellerie, Kabis und Randen.

Dass die Zwiebel auch dazu zählt, geht rasch einmal vergessen. Vielleicht weil sie für viele Leute mehr Gewürz als Gemüse ist. Botanisch gehört sie aber der Gattung Lauch an und ist also ein Gemüse. Doch kulinarisch wird die Zwiebel in der Schweizer Küche in der Regel als Gewürz verwendet. Sie würzt Salate und Saucen. Im benachbarten Europa ist man kreativer im Umgang mit der aromatischen Zwiebel. Ob auf italienische Art frittiert oder geschmort, als deftiger Belag auf einer südfranzösischen Pissaladière, als Suppe oder gefüllt mit Fleisch oder Hirse – Zwiebeln lassen sich auf viele schmackhafte Arten zubereiten. Die bei uns eher stiefmütterlich behandelte Zwiebel nimmt weltweit und in der Schweiz Platz vier bei der Gemüseproduktion ein. Sie kostet nicht viel, lässt sich gut lagern und stammt in den meisten Fällen aus inländischer Produktion. Ernährungsphysiologisch versorgt das Wintergemüse den Körper nicht nur mit zellschützendem Selen und Zink, sondern auch mit den Vitaminen B6 und C, Kalium sowie Folsäure, und zwar unabhängig davon, ob die Zwiebel gekocht oder roh gegessen wird. Überdies gilt die Zwiebel als natürliches «Antibiotikum». Beim Einkaufen ist darauf zu achten, dass die Zwiebeln trocken sind, das erkennt man am besten daran, wenn der Sack raschelt und die Haut pergamentartig ist. Der «Zwiebelhals», der Schaft, sollte klein und ohne Triebe sein. Fühlt sich eine Knolle weich an, weist das darauf hin, dass sie innerlich fault.

Foto: fotolia.com

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