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Seelenwärmer und Bastelutensil

Kategorie: Garten
 Ausgabe 11 - 2011 - 01.11.2011

Text:  Tertia Hager

Einst das Brot der Bauern, heute eine winterliche Gaumenfreude: Eine Ausstellung nimmt sich der Edelkastanie und ihrer ungeniessbaren Verwandten, der Rosskastanie, an.

Kaum eine Frucht weckt so starke Assoziationen und Erinnerungen wie die Kastanie: Die Rosskastanie versetzt zurück in Kindheitstage, wo die glänzenden Früchte eifrig gesammelt wurden. Während Marroni-Stände mit gerösteten Edelkastanien ein zuverlässiges Indiz dafür sind, dass der Winter wirklich nicht mehr weit sein kann. Und schliesslich weiss jedes Kind, dass Marroni zum Essen und Kastanien zum Basteln sind. Doch diese Gleichung stimmt nur für Deutschschweizer.

Im Tessin heissen unsere Marroni «castagne». Und auch in der Romandie ist es genau umgekehrt: «Marrons» sind dort die ungeniessbaren Kastanien. «Chataignes» heissen die essbaren Edelkastanien. Wobei zubereitete Früchte wiederum «Marrons» im Namen tragen: «Marrons glacé» sind kandierte Früchte und «marrons chauds» geröstete Marroni. «Heissi Marroni» heisst auch die Sonderausstellung im Naturhistorischen Museum Freiburg. Knapp ein Dutzend verschiedene Kastanienarten gibt es weltweit. Die Ausstellung widmet sich den beiden wichtigsten Vertretern: der Rosskastanie, die im 16. Jahrhundert vom Balkan nach Westeuropa kam und lediglich dekorative Zwecke hat, und der Edelkastanie, der einzigen in Europa heimischen Art. Die Sonderausstellung erläutert die historische, wirtschaftliche und kulinarische Bedeutung dieser majestätischen Bäume. Naturhistorisches Museum, Chemin du Musée, Freiburg. Bis 5. Februar 2012, täglich 14 bis 18 Uhr, www.fr.ch/mhn

Foto: fotolia.com

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