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Vertikales Grün

Kategorie: Garten
 Ausgabe 09 - 2011 - 01.09.2011

Text:  Tertia Hager

Was Pflanzen wie Efeu und Reben ohnehin tun, entlang vertikaler Flächen in die Höhe wachsen, versucht der Mensch mit Technik seit Ewigkeiten zu perfektionieren.

So wurde im 15. Jahrhundert in Paris mit Spalieren gearbeitet, um gen Himmel wachsen zu lassen, was eigentlich lieber in Bodennähe gedeiht. Dass selbst Gras in der Vertikale wachsen kann, konnte man 1993 in Zürich sehen. Das englische Künstlerduo Ackroyd und Harvey überzog die Fassade des Theaters Gessnerallee zum Entzücken der Besucher mit einem wachsenden Teppich aus Gras. In Paris werden im Sinne eines nachhaltigen Stadtplanungskonzepts seit einigen Jahren ganze Häuserfronten bepflanzt. Weit über 100 verschiedene Arten hat der Landschaftsarchitekt Patrick Blanc beispielsweise an der Fassade des ethnologischen Museums gesetzt. Sogenannte vertikale Gärten inspirieren und erfreuen Städteplaner, Künstler und Bevölkerung von Amsterdam bis Tokio gleichermassen. Und auch Vögel finden Gefallen an den grünen Nischen. Freilich kümmern sie sich nicht um die künstlerischen Aspekte der vertikalen Gärten. Ob gepflegtes Kunstwerk oder üppiger Wildwuchs, städtisches Grün leistet auch einen Beitrag zur CO2-Reduktion. Eine kürzlich publizierte Studie der britischen Universität Durrell kommt zum Schluss, dass die Flora in Städten einen weit grösseren Beitrag zur Speicherung von Kohlendioxid leisten kann, als bisher angenommen. Wobei es vor allem Bäume sind, die helfen, die CO2-Emissionen zu binden. Doch solche lässt auch der talentierteste Gartenarchitekt nicht in die Vertikale wachsen.

Foto: vario

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