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Gut gebaut

Kategorie: Garten
 Ausgabe 01 - 2011 - 01.01.2011

Text:  Harald Jordan

Ein Eigenheim zu bauen, ist eine Herausforderung von spiritueller Dimension. Eine entsprechende Baubegleitung kann helfen, dass das Haus auch zum Zuhause wird.

Für vieles wurde eine Therapie entwickelt, für das so lebenswichtige Wohnen und Bauen gab es lange keine therapeutische Begleitung. Diese Lücke schliesst die spirituelle Baubegleitung. Sie fragt nach den wahren Gründen zum Bauen, fragt, ob es wirklich die eigenen Wünsche sind oder ob sie aus Prägungen entstanden sind. Gemeinsam sucht man nach der wahren Lebensqualität, für die das Gehäuse gebaut werden soll, um die Selbst-Werdung zu unterstützen. Dann wird Bauen und Wohnen zum Wandlungsgeschehen.

Für mich heisst Beratung, den Menschen zu erkennen, der er sein kann und aber noch nicht ist. Das ist mit Veränderung verbunden und ein Schritt ins Unbekannte. Jede innere Veränderung bedarf der äusseren. Wer nach einem Erkenntnisschritt in die gewohnte Wohnung zurückgeht, ist bald wieder von den alten Dingen eingeholt. Etwas muss verändert werden. Das muss nicht viel sein, aber immer erinnern an den Willensentscheid zur Wandlung. Keine Schlange kriecht in die alte, nun zu klein gewordene Haut zurück. Dort, wo die Häutung stattfand, liegen dicke, scharfe Steine oder kantige Äste, denn das Wachsen braucht den Widerstand, den Schmerz. Wir haben die Würde des Schmerzes vergessen, verwechseln ihn zu oft mit dem Leiden.

In Beratungen kommen die Wohnenden und Bauwilligen mit ihren Wünschen und Nöten, die auf Fehlendes und Mangel verweisen. Wenn wir sie auf dieser Ebene abholen, füttern wir nur ihre Bedürfnisse und manifestieren ihre Nöte und das bisher Gewohnte. Weg und Ziel aber ist die ureigene Schöpfungskraft.

Pränatale Prägungen

Die frühen Prägungen wirken sich im Leben aus und manifestieren sich durch eingefahrene Verhaltensweisen, Vorstellungen, Ziele, Ideale, Muster und sich wiederholende Situationen. Wie aber können wir erfahren, was hinter diesen frühen Prägungen liegt, was unser Ureigenes, der göttliche Funke ist? Darin liegt die Kunst einer spirituellen Begleitung.

Da beginnt auch die Arbeit des Wohnenden und Bauenden: in der Erinnerung der eigenen Biografie, um den roten Faden des eigenen Lebens sichtbar zu machen. Sie sollen nachfragen, wie ihre Geburt war, wie die Umwelt und das Geschehen in den ersten Lebensjahren. Sie sollen ihren Geburtsort aufsuchen und das Haus der ersten Jahre. Ein vergessener Weg ist, woher wir kommen. Unsere Lust nur am Neuen versperrt uns den Weg in die Vergangenheit, die Teil unserer Gegenwart ist. So möge man in die Familiengeschichte schauen, sich besonders den Grosseltern zuwenden. So heisst es doch im nüchternen Duden: «Der Enkel galt als der wiedergeborene Grossvater.»

Ein Logbuch führen

Spirituell planen, bauen und wohnen beginnt mit der Suche nach dem eigenen Wort und dem Symbol, die beide ausdrücken, wofür man im Leben steht. Sie finden dann später ihren Ort über der Eingangstür. Energetisch wird der dort fliessende Energiestrom «informiert» mit der geistigen Qualität des eigenen Lebensentscheides. Das Wort ist für das Bauen und Wohnen wie ein Energie ausrichtendes Motto. Über den ganzen inneren Weg wird ein Logbuch geführt. Ein Logbuch dient dem Kapitän auf dem masslosen Ozean als ständige Wegmarke der eigenen Position. Dieses Buch begleitet dann auch den Planungs- und Bauprozess oder die Wohnungssuche und -einrichtung.

Menschwerdung ist auch: sich selber gebären im Schaffen eines Eigenraumes. Der persönliche Innenraum des Menschen und sein Aussenraum wollen sich entsprechen. Hausbau und Wohnen als Eigengeburt können synchron verlaufen. Ein Haus erbauen ist ein Wachstumsprozess. Das Haus ist nicht plötzlich wie eine Ware da. Es unterliegt einem vorgesehenen Plan, hat seinen Standpunkt, eine gute Gründung, wird vorangetrieben durch die Willensentscheidung, sich aufzurichten gen Himmel und ist zugleich ein Bild des inneren Wachsens. So wächst der Mensch mit dem Bau und dem Wohnen.

Der Autor
Harald Jordan-Hopfner, gelernter Maurer und Ingenieur für Statik und Baukonstruktion, gibt heute Seminare und Schulungen zum Thema «spirituelle Wohn- und Baubegleitung». Seine Tätigkeit basiert auf einer Synthese von Geomantie, Proportionslehre, energetischer Gestaltung, Feng-Shui, Radiästhesie, Astrologie und Ortswahrnehmung.

Fotos: F1 online, fotolia.com

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