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Lichtblick: Camera obscura der Natur

Kategorie: Natur
 Ausgabe 07 - 2010 - 01.07.2010

Text:  Andreas Walker

Wer an einem schönen Sommertag im Wald spazieren geht, kann gelegentlich am Boden kreisförmige oder ovale Lichtflächen beobachten, die im Schatten von dicht belaubten Bäumen im flirrenden Sonnenlicht entstehen.

Es ist das Bild der Sonne, das am Boden sichtbar wird. Wandern die Sonnenstrahlen durch die Baumkronen, werden sie durch das dichte Blätterdach wie in einer Lochkamera teilweise abgeblendet.

Dieses Instrument besteht aus einem dunklen Behälter, dessen Vorderseite mit einem kleinen Loch versehen ist, durch das Licht einfallen kann. Auch ohne Sammellinse entsteht auf der gegenüberliegenden Seite ein auf dem Kopf stehendes Abbild der Aussenwelt. Im 18. Jahrhundert benutzte man eine solche Camera obscura als Skizzierinstrument, mit dem Objekte direkt auf Papier kopiert werden konnten.

Schmale Spalten im Blätterdach wirken wie Öffnungen einer Lochkamera und wandernde Sonnenstrahlen und projizieren fast scharfe Bilder der Sonnenscheibe auf den Boden. Besonders interessant kommt dieses Phänomen bei einer Sonnenfi nsternis zur Geltung. Wird die Sonne vom Mond teilweise bedeckt, steht sie als Sichel am Himmel und die Sonnenbilder am Boden erscheinen ebenfalls als kleine Sicheln.

Foto: Andreas Walker

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