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Ausstellung: Messel, Urpferd & Co.

Kategorie: Garten
 Ausgabe 02 - 2010 - 01.02.2010

Text:  Hans Keller

Im ersten Raum der höchst sehenswerten Schau im Naturhistorischen Museum Basel steht man sozusagen mitten in der Grube Messel bei Darmstadt – rundherum ein Panoramafoto der Halden des Kraters.

Dieser war vor über 47 Millionen Jahren durch vulkanische Tätigkeit entstanden und füllte sich später mit Wasser. Im und um den See gedieh im damaligen tropischen Klima ein üppiges Leben. Infolge giftiger Dämpfe erstickten jedoch immer wieder Tiere, sanken auf den Grund des Sees und wurden dort in Faulschlamm eingebettet, der sich zu Ölschiefer verfestigte. Eine gewaltige Anzahl von Tieren und Pflanzen blieb deshalb fossil erhalten. Dieser Schatz ist in der Ausstellung zu bewundern: Ausgewachsene Urpferde, die nur 45 Zentimeter messen, leuchten da aus Vitrinen neben Ur-Ameisenbären, deren Mageninhalt sich erhalten hat. Ein wiedehopfähnlicher Vogel prunkt gar mit einem immer noch farbigen Gefieder. Die Messel-Grube, in der von 1860 bis 1971 Ölschiefer abgebaut wurde, gehört seit 1995 dank ihrer Einmaligkeit zum Unesco-Weltnaturerbe. Die Ausstellung dauert bis zum 2. Mai 2010, mehr Informationen unter www.nmb.bs.ch

Illustration: Raul Martin

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