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Der 100 Jährige meint ….

Kategorie: Natur
 Ausgabe_10/17 - 01.10.2017

Text:  Andreas Walker

. . . so wird das Wetter im Oktober 2017

@ Andreas Walker

Der September hat mit Hudel-, ja Unwetter aufgehört. Im Oktober setzt sich die heftige Phase noch eine Woche lang fort. Um den 7. wird das Wetter wieder besser, allerdings nur zögerlich. Vielfach ist der Himmel bedeckt; es bleibt zwar trocken, die Sonne zeigt sich aber nur noch spärlich. In den Nächten wird es frisch. Die letzten Oktobertage sind trüb und neblig.

Bauernregel Oktober

«Wenns im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit.»
Statistiken zeigen, dass Oktobermonate, deren Mitteltemperaturen mindestens 1,5 Grad unter dem Durchschnitt liegen, in zwei von drei Fällen einen milden Januar und in drei von vier Fällen einen milden Februar nach sich ziehen.

Und so war das Wetter im Oktober wirklich

Warmer goldener Oktober
Der Monat begann nass. Während der ersten drei Oktobertage zogen mehrere Störungen aus Westen und Nordwesten über die Schweiz und brachten verbreitet Niederschlag. Danach dehnte sich das Azorenhoch nach Mitteleuropa aus. Am 6. Oktober floss entlang der Ostflanke des Azorenhochs aus Nordwesten Polarluft in unser Land und auf der Alpennordseite fiel Schnee bis auf 1200 Meter hinab. Ein weiterer Polarluftvorstoss brachte am 8. und 9. Oktober auf der Alpennordseite oberhalb von 1400 Metern etwas Schnee.

Vom 10. Oktober an schob sich ein kräftiges Hochdruckgebiet aus dem westlichen Mittelmeerraum nach Mitteleuropa und läutete einen ungewöhnlich schönen Altweibersommer ein, der bis zum 19. Oktober andauerte. Dabei stiegen die Tagesmaximaltemperaturen verbreitet auf beinahe sommerliche 22 bis 25 Grad.

Am 20. und 21. Oktober floss milde und feuchte Luft aus Westen in die Schweiz. Dabei fiel verbreitet etwas Niederschlag. Ab dem 22. Oktober strömte kühle Luft aus Nordwesten in den Alpenraum und die Schneefallgrenze sank bis auf unter 1000 Meter. Vom 24. bis am 26. Oktober geriet die Schweiz erneut in den Einflussbereich eines umfangreichen Hochdruckgebietes über dem westlichen Mittelmeerraum, was noch einmal im ganzen Land für Wärme und viel Sonnenschein sorgte.

Am 27. Oktober verlagerte sich der Kern des Hochdruckgebiets zu den britischen Inseln und über Nordosteuropa entwickelte sich ein kräftiges Tiefdruckgebiet. Dadurch wurde vom 27. bis am 29. Oktober aus Norden feuchte und zunehmend kühlere Luft in den Alpenraum gelenkt. Am 29. Oktober bewegten sich die Tageshöchstwerte auf der Alpennordseite bei regnerischer Witterung nur noch zwischen 9 und 12 Grad. Im Bodenseegebiet war es an diesem Tag stürmisch, da das Gebiet von den Ausläufern eines Sturmtiefs tangiert wurde. Eine kräftige Höhenströmung sorgte dafür, dass in den Bergen Windspitzen zwischen 100 und 120 km/h, vereinzelt auch 150 bis knapp 160 km/h auftraten. Am 30. Oktober besserte sich das Wetter wieder. Der letzte Oktobertag war klar und kalt, sodass in tiefen Lagen bereits Bodenfrost auftrat.

Bildlegende: Regenbogen Bodensee
Der goldene Oktober brachte nicht nur farbige Bäume - am 22. Oktober entstand nach einem Regenschauer ein schöner Regenbogen über dem Bodensee.

Bild: Andreas Walker

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