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Der 100 Jährige meint .... so wird das Wetter im Januar

Kategorie: Natur
 Ausgabe_01-02/2017 - 01.02.2017

Text:  Andreas Walker

Und so war das Wetter im Januar wirklich

@ Andreas Walker

Eisiger Januar mit viel Nebel. Der vergangene Januar war der kälteste seit 30 Jahren. In tiefen Lagen herrschte jedoch nicht nur grimmige Kälte, auch der Nebel war ein häufiger Gast. Pünktlich zum Monatsanfang kühlte es ab. Am Abend des 2. Januar begann der Schneefall, der eine lang anhaltende Schneedecke bis in tiefe Lagen brachte und einen kalten Wintermonat einläutete. Kräftige Schneefälle in der ersten Monatshälfte und die anschliessende konservierende Kälte ergaben regional erstaunliche durchschnittliche Schneehöhen für den Januar. Trotzdem führten häufige Hochdrucklagen dazu, dass letztlich überall unterdurchschnittliche Januarniederschläge verzeichnet wurden.

Die Januarkälte zeichnete sich vor allem durch eine grosse Konstanz aus. Besonders kalt war es in tiefen Lagen auf der Alpennordseite. Häufiger Nebel sorgte in den Niederungen für mangelnde Sonnenstunden und grosse Kälte; in den Bergen war es hingegen wärmer. Vom 17. bis 24. Januar sorgte eine zügige Bise dafür, dass sich die ohnehin schon kalten Januartemperaturen noch unangenehmer anfühlten. Der kalte Nordostwind sorgte mit den Wellen und der Gischt des Seewassers dafür, dass an verschiedenen Seeufern schöne Eisskulpturen entstanden.

In den letzten Tagen stellte sich die Wetterlage markant um. Warme und feuchte Luftmassen aus Südwesten verdrängten die kalte Polarluft und brachten nicht nur eine starke Erwärmung, sondern auch Regen und Glatteis. Der Dauerregen am letzten Januartag brachte den grössten Teil des Monatsniederschlages. So klang der Monat warm und regnerisch aus und die geschlossene Schneedecke in tiefen Lagen war am letzten Januartag buchstäblich Schnee von gestern.

Foto: Pfannkucheneis Arbon
In Arbon am Bodensee sorgte die Kälte für ein grossflächiges Entstehen von „Pfannkucheneis“. Dieses Phänomen entsteht durch die Kombination von kalten Temperaturen, Wellen und Wind. Während sich bei Windstille eine glatte Eisfläche ausbildet, sorgt der Wind durch das stetige Aneinanderprallen der Eislinsen für die typische runde Pfannkuchen-Form dieses Eises.


Foto: Andreas Walker

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