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Garten-Glossar

Kategorie: Garten
 Ausgabe_03_2015 - 01.03.2015

Pflanzen wollen umsorgt sein. Das Garten-Glossar verrät Tipps und Tricks, damit Tomaten & Co. prächtig gedeihen.

Anhäufeln
Junge Pflänzchen brauchen einen sicheren Stand: Dazu türmt man Erde zu einem kleinen Haufen um den Stiel. So soll die Pflanze mehr Wurzeln bilden; sie wird dadurch standfester und kann sich auch besser mit Nährstoffen versorgen. Tomaten, Erbsen, Peperoni und Lauch sollten angehäufelt werden. Aber erst, wenn die Pflanze gut angewachsen ist.
Drainage
Staunässe mag keine Pflanze. Damit das Wasser aus Töpfen gut abfliessen kann, bei grösseren Töpfen zuunterst eine Schicht Blähton einfüllen, ein Pflanzvlies darüberlegen und dann mit Erde auffüllen.
Morgensonne
Wer die Wahl hat, sollte – so eine alte Gartenregel – sein Gemüse der Morgensonne aussetzen.
Nachbarn
Gewisse Kräuter und Gemüse schätzen Nähe, andere weniger. Einerseits können sich bestimmte Sorten mit den gleichen Krankheiten anstecken, andererseits unterstützen sich einige im gemeinsamen Kampf gegen Schädlinge. Zwei Beispiele: Basilikum mag Tomaten, Gurken und Kohl, aber keinen Dill. Dill wiederum mag Bohnen, Gurken, Kohl und Pflücksalat, aber weder Petersilie noch Sellerie.
Kompost
Auf dem Kompost wird nicht nur Garten- und Küchenabfall bequem entsorgt, er liefert vor allem auch wertvolle Erde und ist Winterquartier zahlreicher Nützlinge. Wer Zeit und Platz hat, sollte einen Komposthaufen anlegen. Anleitungen gibt es in Gartenbüchern und im Internet.
Mulchen
Durch Mulchen trocknet der Boden weniger schnell aus und Unkraut kann sich weniger gut vermehren. Man bedeckt den Boden dabei mit einer Schicht aus verschiedenen Materialien. Wer Rasen hat, kann angetrockneten Rasenschnitt auf Obst- und Gemüsebeete legen, Mulch aus Rinden gibt es im Fachhandel zu kaufen, auch Holzhäcksel oder Stroh (aufs Erdbeerbeet) sind geeignet. Auf Balkonen ist auch Kies eine Option, weil er nicht weggewindet werden kann.
Partner
Wie bei «Nachbarn» und «Mulchen» erwähnt, ergänzen sich bestimmte Pflanzen ideal. Basilikum schützt beispielsweise Tomaten und Gurken vor Mehltau oder verzögert ihn zumindest. Ebenso ist im Topf mit dem Tomatenstrauch gepflanzter Basilikum ein guter Bodenschutz.
Giessen
Hat man die Möglichkeit Regenwasser aufzufangen, sollte dieses verwendet werden, weil es weicher ist als Leitungswasser. Giesskannen immer für das nächste Giessen mit Wasser füllen. Besonders junge und zarte Pflanzen schätzen es, wenn sie nicht mit kaltem Wasser begossen werden.
Töpfe
Die Grundregel lautet: Je grösser das Gefäss, desto besser. Die Wurzeln haben genügend Platz, die Erde trocknet weniger schnell aus. Welches Material die Gefässe haben, hängt vom persönlichen Geschmack und vom Budget ab. Wichtig ist einzig, dass das Material durchlässig ist und es am Boden Löcher hat, damit das Wasser abfliessen kann
Ausgeizen
Bei Tomaten muss man regelmässig die Achseltriebe (Trieb der zwischen Stamm und Seitentrieb in der Mitte wächst) abzwicken. Die Blätter kann man zum Schutz («Mulchen») und als «Sofortdünger» auf die Erde legen.
Pikieren
Wenn die Pflanzen zu dicht gesät wurden, muss man auslichten. Direkt im Beet zieht man die Keimlinge von Hand heraus. Aus Saatschalen kommen die Pflanzen in grössere Töpfe oder ins Beet.
Stress
Küchenkräuter in Töpfen werden oftmals für den raschen Verzehr gezüchtet. Wenn sie nach dem Umtopfen eingehen, hat das nicht unbedingt mit falscher Pflege zu tun, sondern mit der Tatsache, dass der Schnittlauch und Pfefferminze schon einiges an Stress hinter sich haben. Ebenso sind solche Töpfe oft mit vielen Sämlingen bepflanzt und haben dann in einem kleinen Topf zu wenig Nährstoffe. Deshalb lohnt es sich einerseits Kräuter und Setzlinge in Bio-Qualität oder direkt in einer Gärtnerei zu kaufen. Andererseits sollten zu dicht gesäte Pflanzen entweder getrennt werden (Wurzelballen vorsichtig von Hand auseinanderziehen) und in neue Töpfe gesetzt oder ganz in einen grösseren Topf gesetzt werden.
Werkzeug
Balkongärtner kommen mit einer kleinen Handschaufel, einer oder mehreren Giesskannen, einer Schere und einer Hacke (für grössere Kübel und Hochbeete) aus. Praktisch sind auch Gärtnerhandschuhe sowie «Kletterstangen» für Tomaten, Bohnen und andere Pflanzen, die in die Höhe schiessen und gerne klettern. Im Garten gehören ein Laubrechen und ein Schubkarren dazu.
Erde
Hier gilt: Qualität kaufen lohnt sich. Wir möchten schliesslich auch in einem guten Bett liegen. Um die Bodenstruktur zu verbessern und/oder um die Erde anzureichern, Kompost unter die Erde mischen. In vielen Gemeinden kann man Kompost bei den zuständigen Stellen kaufen.

Foto: Ruth Hartnup / flickr / cc

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