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Erste Hilfe aus der Natur:
Natürliche Hilfe bei Milchschorf

Kategorie: Natur
 Ausgabe 4 - 2009 - 01.04.2009

Text:  Sabine Hurni

Das wilde Stiefmütterchen ist ein Heilmittel gegen Hautausschläge aller Art. Gerade bei Milchschorf kann die Heilpflanze Linderung und Heilung bringen.

Gelb, weiss und violett. Das sind die drei Farben, welche dem Stiefmütterchen seinen lateinischen Namen geben. Viola tricolori kommt in ganz Europa vor und gehört zu den Veilchengewächsen. Es erfreut den Spaziergänger vor allem auf Wiesen, an Wegrändern und auf Brachflächen mit seinen leuchtenden Blüten. Die Pflanze enthält Salicylsäure sowie Schleimstoffe. Auch Gerbstoffe, Kaffee- und Cumarsäure, Flavonoide, Anthocynidine und Cumarine, konnten nachgewiesen werden. Diese Wirkstoffkombination macht das Stiefmütterchen zu einem äusserlich anwendbaren Heilmitteln bei Ekzemen, Akne und Juckreiz. Es hemmt die Entzündung und wirkt reizmildernd.

Anwendung

Zur Behandlung von Milchschorf, dem krustigen Hautausschlag auf dem behaarten Kopf von Säuglingen, wird aus Stiefmütterchenkraut (Violae herba cum flore) ein Tee gekocht, der in Form eines Umschlages auf die betroffenen Hautstellen aufgebracht wird. Dazu übergiesst man 2 TL Stiefmütterchenkraut mit 150ml kochendem Wasser und lässt den Tee 10 Minuten ziehen. Viola tricolor ist aber auch in vielen Salben und Lotionen enthalten. Gerade für Kleinkindern und Babys eignen sich die homöopathische und die spagyrische Form, die gleichwohl innerlich angewendet werden kann.

Weitere Tipps bei Milchschorf
• K
rusten lösen: Damit sich die Krusten am Kopf lösen, können Sie die Kopfhaut Ihres Kindes abends mit Babyöl einmassieren. Am darauf folgenden Morgen den Kopf mit Babyshampoo waschen.
• Sanfte Pflege:
Sämtliche Präparate sollten unparfümiert sein, um die Haut nicht noch mehr zu reizen.
• Umschläge:
Kühle, feuchte Umschläge mit Stiefmütterchen oder Hamamelis, die alle zwei bis drei Stunden gewechselt werden, lindern den Juckreiz
• Darmgesundheit:
Hautkrankheiten hängen oft mit der Gesundheit des Darmes zusammen. Fällt einem Baby die Umstellung vom der Muttermilch zur Breikost schwer, kann sich dies auf der Haut äussern. Hier lohnt sich allenfalls ein Aufbau der Darmflora.
• Mit Vitaminen nachhelfen:
Vor allem die B-Vitamine kommen der Hautgesundheit zugute. Sie sind in Hefeextrakten, Vollkornprodukten und Weizenkeimen enthalten.

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Bild: Reiner Rosenwald / pixelio.de

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