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Oh Schreck, das Gras ist weck!

Kategorie: Natur
 Ausgabe_05_2014 - 01.05.2014

Text:  Andreas Krebs

Der Bund subventioniert mit jährlich rund 65 Millionen Franken sogenannte extensiv genutzte Wiesen.

Diese dürfen weder gedüngt noch mit Pestiziden behandelt und nicht vor dem 15. Juni gemäht werden. Ziel ist die Förderung der Biodiversität.

Eine Studie der Universität Bern hat nun gezeigt, dass die Fördermassnahmen wenig fruchten. Die Forscher belegen hingegen, dass sich die Zahl der Wildbienen um ein Drittel erhöht und die der Heuschrecken gar verdoppelt, wenn jeweils 10 bis 20 Prozent der Wiese ungemäht bleiben. Erfolgt die Mahd einen Monat später als üblich, also am 15. Juli, gab es sogar noch deutlich mehr Heuschrecken. Davon profitieren Vögel, Fledermäuse und zahlreiche andere Tiere, deren Bestände im Agrarraum seit Jahrzehnten markant rückläufig sind.

Fazit der Forscher: Extensiv genutzte Wiesen sollen nicht vor dem 15. Juli gemäht werden. Wird vorher gemäht, müssen mindestens zehn Prozent der Fläche ungemäht bleiben. Die Forscher schlagen vor, dass der Bund künftig diese Arten des Mähens empfehlen und Subventionen daran koppeln soll.

Foto: thinkstock.com

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