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Na, du Schleimer!

Kategorie: Garten
 Ausgabe_04_2014 - 01.04.2014

Text:  Andreas Krebs

Nur wenige Schneckenarten stören im Garten

Dazu zählen die Genetzte Ackerschnecke und die Wegschnecken. Zur Plage können sie werden, wenn der Garten natürlichen Feinden zu wenig Lebensraum
in Form von Reisig-, Stein- und Laubhaufen, Wildsträuchern oder Totholz bietet. Die wichtigsten Schneckenvertilger sind: Spitzmäuse, Echsen, Schlangen, Kröten, Frösche, Weberknechte, Raubspinnen und Glühwürmchenlarven.

Kaum Probleme hat, wer auf «schneckensichere» Pflanzen ausweicht: Kapuzinerkresse, Eisenkraut, Endivie, Zwiebeln, rotblättrige Salate, Rosen, Primeln. Auch um duftende Kräuter machen Schnecken in der Regel einen Bogen. Andere Pflanzen sollten in Töpfen gezogen und erst ins Beet gesetzt werden, wenn sie kräftig sind.

In Trockenperioden vermiest man Schnecken das Gemüse, indem man nur giesst, wenn es unbedingt nötig ist, dann aber reichlich und immer konsequent am Morgen. Als Notlösung dienen Schneckenzäune.
Sie sollten auf kleine Bereiche beschränkt bleiben, da sie auch eine Barriere für viele Nützlinge darstellen.

Eine langwierige, aber auf Dauer erfolgreiche Bekämpfungsmethode ist das konsequente Absammeln der Schnecken. Auf Schneckenkörner hingegen muss verzichtet werden. Sie töten nicht nur die Schnecken, sondern gefährden alle, die sich von den Schnecken und dem Gemüse ernähren – also auch den Menschen.
Ein schneckenfreier Garten ist überdies gar nicht erstrebenswert, denn Schnecken regulieren den Kalkhaushalt und sind an der Humusbildung beteiligt.

Hans-Peter Posavac: «Schneckenflüstern statt Schneckenkorn», Neuer Erde, 2006, Fr. 15.90

Foto: thinkstock.com

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