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Die Kraft der Keimlinge

Kategorie: Garten
 Ausgabe_02_2014 - 23.01.2014

Text:  Andreas Krebs

Keimlinge (frisch gekeimte Samen) und Sprossen (weiterentwickelte Keimlinge mit grünen Blättern) speichern in hoher Konzentration Enzyme, Proteine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.

 Zudem bieten sie wertvolle Faserstoffe, die den Darm gesund erhalten und für eine gute Verdauung sorgen. Ausserdem schmecken sie lecker. Bockshornklee verleiht Reis-, Getreide- oder Obstgerichten einen orientalischen Charakter. Die für Anfänger bestens geeignete, milde Alfalfa (Luzerne) verfeinert Salate oder Butterbrote ebenso wie der rassige Schwarze Senf, die scharfe Rettichsprosse, Kresse oder Linsenkeimlinge.

Hitzebehandlungen wie etwa das Blanchieren sollten vermieden werden, da Keimlinge dabei viel von ihrer Vitalität verlieren und schneller verderben. Lediglich Keimlinge von Mungbohnen, Kichererbsen und Erbsen dürfen kurz im Wok angedünstet werden.

Für die Keimung eignen sich die Samen aller Pflanzen, deren Blätter, Stengel oder Früchte essbar sind. Die Ausnahme bilden Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Auberginen und Tomaten.

Und so gelingts:
• Keimfähige Samen in Bioqualität kaufen.
• Samen nie mit den Händen berühren.
• Samen in einem Küchensieb unter fliessendem Wasser gut spülen.
• Je nach Sorte vier bis zwölf Stunden in handwarmem Wasser einweichen.
• Eingeweichte Samen mit klarem Wasser abspülen. Dann gleichmässig im sauberen (!) Keimgerät (z. B. grosses Konfiglas mit Löchern im Deckel) verteilen.
• Manche Sorten keimen lieber im Dunkeln, andere bevorzugen Licht – aber keine direkte Sonneneinstrahlung.
• Die Temperatur soll zwischen 18 und 23 Grad Celsius liegen.
• Je nach Sorte einmal bis mehrmals pro Tag wässern; Wasser wieder gut abfliessen lassen.
• Die Keimung dauert je nach Art drei bis zwölf Tage.
• Bei ungenügender Samenqualität, zu hohen Temperaturen, Staunässe sowie bei schlechter Belüftung kann es zu Schimmelbefall kommen.
• Zwischen andere Samen gestreute Rettich- oder Radieschensamen verhindern mit ihren antibakteriellen Wirkstoffen die Schimmelbildung.
• Keimlinge und Sprossen nach der Keimung waschen und in einer Salatschleuder trocknen. In einem geschlossenen Gefäss im Kühlschrank aufbewahrt, sind sie je nach Sorte bis zu einer Woche haltbar. Am besten isst man sie aber möglichst frisch.

Foto: thinkstock.com

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