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Zurück in die Zukunft

Kategorie: Garten
 Ausgabe_08_2013 - 01.08.2013

Text:  Andreas Walker

Es wird viel über erneuerbare Energien diskutiert – auch unter Hausbesitzern. Das ist gut so, aber was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Energieträger? Wir bieten eine kleine Übersicht.

Seit das Stichwort der Energiewende in aller Munde ist, wird Energie, die von Sonne, Wind und Wasser erzeugt wird, hart diskutiert. Mit modernster Technik ist man bestrebt, Sonnenstrahlen oder Wind einzufangen, um damit möglichst wirkungsvoll Energie daraus zu gewinnen. Dabei wird – dies als kleiner Exkurs in Geschichte – schnell vergessen, dass unsere Vorfahren vor der Entdeckung der Elektrizität schon seit Langem mit diesen Naturenergien gearbeitet haben. Mit Wind- und Wassermühlen wurde bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts Energie erzeugt.

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Streng gesehen nicht korrekt

Als erneuerbare Energien oder Alternativenergien werden heute Energieträger bezeichnet, die verglichen mit menschlichen Massstäben unerschöpflich zur Verfügung stehen und die sich relativ schnell erneuern. Allerdings ist der Begriff erneuerbare Energien streng physikalisch gesehen nicht korrekt, denn nach dem Energieerhaltungssatz lässt sich Energie weder vernichten noch erschaffen, sondern lediglich in verschiedene Formen umwandeln. Der Begriff «erneuerbar» drückt jedoch klar aus, dass gewisse Energieformen wie Sonnenenergie, Wasserkraft, Windenergie, Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe in der Natur dauernd vorhanden sind. Im Gegensatz dazu stehen die fossilen Energieträger wie Erdöl oder Kohle, die sich erst über einen Zeitraum von Jahrmillionen wieder regenerieren. Somit spielen die erneuerbaren Energieformen eine wichtige Rolle in einer nachhaltigen Energiepolitik, die sich von den fossilen Energieträgern verabschieden will.

Entsprechend bauen ist angesagt

Den Traum vom Eigenheim träumen viele, und viele haben ihn auch schon verwirklicht. Sie alle wissen: Eine Investition in ein Eigenheim ist immer teuer, deshalb macht es Sinn, durch eine kluge Energieplanung die zukünftigen Fixkosten möglichst tief zu halten. Das spart nicht nur Geld, es schont auch die Umwelt. Ein Neubau ist ideal, um den Energieverbrauch eines Hauses zu optimieren und die Energiekosten tief zu halten. Wärmedämmung lässt die Wärme länger im Haus bleiben und deshalb muss weniger geheizt werden. Und: Eine Investition in eine Alternativenergieanlage sorgt dafür, dass man nur noch wenig oder gar kein Heizöl mehr braucht.

Erneuerbare Energien – es gibt nicht nur Vorteile


Windenergie


• Vorteile
Wind ist kostenlos und steht uns fast immer dauerhaft zur Verfügung. Die Windenergie wird schon seit Jahrhunderten genutzt, zum Beispiel bei der Seefahrt (Segelschiffe) oder mit Windrädern (Windmühlen). Wenn die Investitionen in Windkraftanlagen getätigt sind, liefern sie praktisch kostenlose Energie und verursachen keine schädlichen Emissionen.

• Nachteile Wind wird es zwar immer geben, trotzdem ist es schwierig, konstante Mengen von elektrischem Strom zu erzeugen, da je nach Wetterlage die Windverhältnisse stark variieren können. Deshalb müssen stets noch andere Energiequellen zur Verfügung stehen. Bei grossen Windparks mit sehr vielen Windrädern kann durchaus das
Landschaftsbild negativ beeinflusst werden, was bei neu geplanten Anlagen oft Widerstand bei der ansässigen Bevölkerung auslöst. Deshalb wird in Ländern mit Küstenregionen auf die Errichtung von Windparks auf See, sogenannte Offshoreparks, gesetzt.

Sonnenenergie

• Vorteile
Die Sonne liefert fast unbegrenzt kostenlose Energie zur Erde. Im Gegensatz zur fossilen Energie, die einmal verbraucht sein wird, steht die Sonnenenergie für menschliche Massstäbe ewig zur Verfügung. Der Betrieb von Sonnenenergieanlagen verursacht im Betrieb keine Emissionen und ist deshalb sehr sauber. Mithilfe der Sonnenenergie kann Wärme mittels Sonnenkollektoren oder direkt Strom mit Photovoltaikanlagen erzeugt werden. Auf bisher ungenutzten Dachflächen kann diese Energieform noch stark ausgebaut werden, ohne massiv ins Landschaftsbild einzugreifen.

• Nachteile Zurzeit sind Photovoltaikelemente oder Sonnenkollektoren noch relativ teuer. Da die Sonneneinstrahlung nicht konstant ist, ist die Gewinnung von Sonnenenergie stark von der Wetterlage und der Jahreszeit abhängig. Damit wird die «Energieernte» für zukünftige Zeitabschnitte schlecht planbar. Bei der Herstellung von Solarmodulen kommen teilweise giftige Chemikalien zum Einsatz (zum Beispiel Arsen oder Cadmium). Dies verursacht einen hohen Aufwand beim Arbeitsschutz der Herstellung der Solarmodule und bei der Entsorgung ausgedienter Elemente.

Erdwärme

• Vorteile
Die Erdwärme im Inneren unseres Planeten stammt aus Restwärme aus der Zeit der Entstehung und aus radioaktiven Zerfallsprozessen im Erdinnern. Diese Energiequelle wird noch sehr lange erhalten bleiben. Mit der Tiefengeothermie ist es möglich, Strom zu erzeugen oder Wärme für Heizzwecke zu gewinnen. Die oberflächennahe Geothermie kann in den Wintermonaten zur Wärmeerzeugung und in den Sommermonaten zur Klimatisierung von Gebäuden verwendet werden.

• Nachteile Wenn die erforderlichen Temperaturen erst in tiefen Schichten auftreten, sind die Vorarbeiten (Bohrungen, Einbringen von Wärmesonden) sehr aufwendig und teuer, was die Wirtschaftlichkeit infrage stellt. Zudem können weitere unerwünschte Phänomene auftreten. In Basel wurde ein Erbeben der Magnitude 3,4 ausgelöst, nachdem Wasser in ein Bohrloch gepresst worden war. Darauf folgten mehrere kleine Nachbeben, die Schäden in Millionenhöhe verursachten.

Foto: thinkstock.com

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