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Farben machen Vögel

Kategorie: Natur
 Ausgabe 10 - 2012 - 01.10.2012

Text:  Tertia Hager

Die farbenprächtigen Gouldamandinen faszinieren den Menschen, seit sie vor rund 170 Jahren in Australien entdeckt wurden.

Weil sie so hübsch sind, wurden die Tiere in der Folge im grossen Stil eingefangen und verkauft. Viele starben bereits in den aufgestellten Fallen, andere überlebten den Transport nicht. Heute wird der Fink als «stark gefährdet» eingestuft. Über die unterschiedlichen Kopffarben der Vögel haben nun Forscher gebrütet und kamen zu Schluss, dass die Gefiederfarbe etwas über die Persönlichkeit des Vogels aussagt. Die Vögel mit einem roten Kopf sind demnach wesentlich aggressiver als ihre schwarzköpfigen Artgenossen. Dafür sind diese mutiger und kühner. In Versuchen näherten sich die schwarzköpfigen schneller einem unbekannten Objekt. Zudem kehrten sie rascher an einen Ort zurück, wo die Forscher die Vögel zuvor mit einer Silhouette eines Greifvogels vertrieben haben. Ob die genetische Veranlagung direkt Einfluss auf das Naturell der Tiere hat oder ob es erlerntes Verhalten ist, das die Kopffarbe beeinflusst, bleibt offen. Die Wissenschaftler vermuten letzteres: Vögel mit einem roten Kopf seien sich der Signalwirkung der Farbe bewusst und würden sich entsprechend verhalten. Jene mit schwarzem Gefieder würden das «Defizit» durch mutigeres Auftreten kompensieren. Gelbköpfige Gouldamandinen wurden nicht untersucht, weil diese äusserst rar sind. Vielleicht, weil sie so scheu sind?

Foto: zoonar.de

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