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Naschkatzen und Fleischtiger

Kategorie: Leben
 Ausgabe 05 - 2011 - 01.05.2011

Text:  Tertia Hager

Ernährung war und ist geschlechtsspezifisch. Doch die Unterschiede sind weniger gross, als vermutet.

Männer essen gerne Fleisch, Frauen mögen Schokolade. Wenn es um Essgewohnheiten geht, greifen wir rasch und gerne zu Stereotypen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt auch, dass Ernährung sehr wohl geschlechtsspezifisch war. Männer bekamen grundsätzlich mehr und Reichhaltigeres zu essen; Fleisch und
Alkohol waren oft den Männern vorbehalten. Zudem wurde in verschiedenen Epochen getrennt gegessen und Frauen hatten in Gasthäusern nichts verloren.

Mit dem Industriezeitalter kamen die ersten Fertigprodukte in den Handel und gewisse Lebensmittel wie zum Beispiel Schokolade bekamen ein geschlechtsspezifisches Etikett. Lange Zeit galt Schokolade nämlich als weiblich, weil sie vor allem von Frauen konsumiert wurde. In der Folge wurde eine «Herrenschokolade» mit weniger Zucker entwickelt. Und auch heute werden Süssgetränke oder probiotische Joghurts durch gezielte Werbekampagnen an die Frau respektive an den Mann gebracht. Nichtsdestotrotz sind geschlechtsspezifische Unterschiede weniger gross, als oft gedacht. Männer sind auch Naschkatzen und Frauen Fleischtiger. Aspekte wie Migration und Globalisierung spielen für unsere Essgewohnheiten heute eine wichtigere Rolle.

Foto: fotolia.com

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