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Energie sparen – aber richtig!

Kategorie: Leben
 Ausgabe 02 - 2010 - 01.02.2010

Text:  Hanspeter Guggenbühl

Sparlampen einschrauben ist gut und recht. Wer aber ernsthaft Energie sparen will, muss seinen Lebensstil überdenken. Denn so unpopulär es auch ist: Einschränkungen beim Wohnen und beim privaten Konsum schenken am meisten ein.

Der durchschnittliche Energieverbrauch pro Kopf beträgt in der Schweiz 7200 Watt – oder in Benzin umgerechnet 7200 Liter pro Jahr, dessen Verbrauch sich auf die fünf Bereiche privater und öffentlicher Konsum, Wohnen, Verkehr und Ernährung aufteilt. Damit liegen wir weit über dem heutigen Weltdurchschnitt von 2000 Liter Benzin pro Kopf und Jahr – und unser Energiebedarf steigt noch immer. Eine markante Senkung des Verbrauchs – und damit auch der rasche Ausstieg aus der Atomenergie –, ist nur mit konsequenten Sparmassnahmen erreichbar.

Spartipps Wohnen
Als Hausbesitzer
• Gebäude energetisch optimal bauen und sanieren.
• Wärme mit erneuerbaren Energieträgern erzeugen.
• Bei Vermietung hohen Besetzungsgrad anstreben.
• Vor Einbau von Geräten Bedarf abwägen.
• Energetisch effizienteste Geräte wählen.
Als Mieter
• Wohnraumbedarf pro Kopf vermindern.
• Raumtemperatur auf 20 Grad einstellen.
• Effizienteste Geräte und Lampen wählen und sparsam einsetzen.
• Durch kurzes Lüften Wärmeverluste minimieren.
• Duschen statt Baden – und dies mit wassersparenden Armaturen.

Spartipps Ernährung
• Kein oder wenig Fleisch und Fisch essen.
• In der Nähe produzierte saisongerechte Nahrungsmittel vorziehen.
• Leitungs- statt Mineralwasser trinken.
• Einkaufen in Fussgänger- oder Velodistanz.
• Gemeinsam kochen (ist auch geselliger).

Spartipps Verkehr
• Wohnung nahe beim Arbeitsort wählen.
• Auf das Auto verzichten oder Auto mit tiefem Verbrauch wählen und sparsam einsetzen.
• Ferien in der Nähe verbringen.
• Kilometerkonsum generell senken.
• Stets das effizienteste Verkehrsmittel wählen.

Spartipps Privat-Konsum
• Nur Güter kaufen, die intensiv gebraucht werden.
• Mieten oder ausleihen statt kaufen.
• Reparieren statt Neues anschaffen.
• Kleinvolumige Produkte vorziehen.
• Bei Material- und Produktewahl konsequent Energiebilanzen berücksichtigen.
• Verbleibenden Abfall strikt trennen und rezyklieren.

Spartipps Öffentlicher Konsum
• Mit dem Stimmzettel dafür sorgen, dass Bund, Kantone und Gemeinden auf unnötige Infrastrukturen und Dienste verzichten.
• Politisch darauf hinwirken, dass Bund, Kantone und Gemeinden ihre Aufgaben energieeffizient erfüllen.

Fotos: fotolia.com, ansik / flickr / cc, alancleaver 2000 / flickr / cc

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