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Kürbis-Apotheke

 Ausgabe_10/17 - 01.10.2017

Text:  MM

Fruchtfleisch, Kerne und Öl der Beerenfrüchte schmecken nicht nur lecker, sie sind auch wirksame Naturheilmittel.

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Ja, Sie haben richtig gelesen: «Beerenfrüchte». Kürbisse zählen zu den Beeren, denn ihre Kerne liegen – wie bei kleineren Beeren auch – frei im Fruchtfleisch. Nicht alle Kürbisgewächse sind geniessbar. Zwar enthalten alle Sorten den Bitterstoff Cucurbitacin; doch in vielen alten Kulturpflanzen und in allen Zierkürbissen ist er hoch konzentriert, weshalb sie ungeniessbar sind. Auch bei den Speisekürbissen steigt der Anteil an Cucurbitacin mit zunehmender Reife. Deshalb sollte man Kürbis vor der Zubereitung immer roh verkosten: Schmeckt er bitter, sofort ausspucken und nicht verwenden! Zu den bekanntesten Speisekürbissen zählen der Hokkaido-Kürbis (mit Schale verwertbar), Butternuss, Muskat und Roter Zentner.

Warum Kürbis rundum gesund ist:

Kürbisfruchtfleisch steckt voller Carotinoide wie Alphaund BetaCarotin, Lutein und Zeaxanthin, die Immunsystem und Sehkraft stärken sowie als krebshemmend gelten. Kürbisfruchtfleisch ist mit 26 Kilokalorien pro 100 Gramm zudem sehr kalorienarm. Durch sein günstiges Natrium-Kalium-Verhältnis wirkt es sanft entwässernd. Manche Naturärzte empfehlen bei Wasseransammlungen im Körper einen Kürbistag: 1– 2 kg Kürbisfleisch mit etwas Milch oder Sahne zu einem Brei kochen und über den Tag verteilt essen. Die enthaltene Kieselsäure stärkt Bindegewebe, Haut, Haare und Nägel. Eine regelmässige Kürbismahlzeit kann zudem einen Säureüberschuss des Körpers neutralisieren.
Kürbiskerne sind besonders reich an Nährstoffen und enthalten Phytosterine, pflanzliche Hormone, die Entzündungen entgegenwirken und das Wachstum der Prostata verzögern. Kürbiskerne sind daher ein bewährtes Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Prostataleiden. Dazu täglich 1– 2 Esslöffel davon knabbern. Im Rahmen einer medizinischen Therapie kann – nach Absprache mit dem Arzt – die Einnahme eines höher dosierten Fertigpräparats aus der Apotheke sinnvoll sein. Kürbiskerne enthalten zudem Omega-3-Fettsäuren, die die Blasenmuskulatur stärken und so einer Blasenschwäche entgegenwirken können. Zink verbessert die Immunabwehr und ist wichtig für die Insulinproduktion, gesunde Haut, Haare und Nägel sowie die Gehirnleistung und Wahrnehmung.
Kürbiskernöl hat einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, welche die Arterien schützen, zudem reguliert es den Cholesterinhaushalt. Das dunkelgrüne Feinschmecker-Öl ist durch seinen hohen Vitamin EGehalt gut geeignet zur Pflege trockener, rissiger, älterer oder strapazierter Haut. Auch bei Kopfoder Muskelschmerzen sind Einreibungen mit Kürbiskernöl einen Versuch wert. Bei Husten etwas Öl mit Zucker karamellisieren und mehrmals am Tag einen Esslöffel davoneinnehmen. Wichtig: Das Öl kühl und dunkel lagern.

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