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Einkaufen im Internet – das müssen Sie beachten

Kategorie: Leben
 Ausgabe_05_2016 - 01.05.2016

Text:  Regula Heinzelmann, Tertia Hager

Während der Detailhandel darbt, boomt das Onlinegeschäft ungebrochen; es legte in den letzten drei Jahren kontinuierlich zwischen sieben und zehn Prozent zu.

Selbst wenn man die Haltung «da mach ich nicht mit» hat, eines Tages werden die meisten in die Situation kommen, etwas online zu bestellen. Sei es, weil man das gesuchte Produkt nur in einem Webshop findet, sei es, weil das Versprechen «bis 17 Uhr bestellt, morgen geliefert» zu verlockend ist oder weil man eine besonders günstige Zug- oder Flugreise übers Internet buchen möchte. Damit das Onlineshopping nicht zum Ärgernis wird, gilt es Folgendes zu wissen und zu beachten:

Prüfen Sie den Anbieter. Suchen Sie im Internet nach Kundenkommentaren zur Firma und lesen Sie diese kritisch. Auf der Website sollte sowohl eine Postanschrift als auch eine Telefonnummer angegeben sein. Vorsicht ist geboten, wenn diese Angaben nicht vorhanden sind und wenn es sich um teure kostenpflichtige oder Telefonnummern im Ausland handelt.

Bestellung. Seien sie vorsichtig bei extrem günstigen Angeboten. Handelt es sich wirklich um das gewünschte Produkt? Prüfen Sie den Warenkorb genau. Rasch landet etwas versehentlich im Warenkorb oder wurde zweimal angeklickt und doppelt bestellt. Dies gilt insbesondere auch für online gebuchte Flüge und Zugreisen. Stimmen die Daten? Sind die gewünschten Bahnhöfe/Flughäfen gewählt? Sind allfällige Vergünstigungen (1/2-Tax) berücksichtigt? Solche Tickets sind in der Regel nicht rückerstattbar. Falls Sie vor dem Kauf etwas telefonisch abmachen, lassen Sie es sich vom Händler schriftlich bestätigen. Behalten Sie sämtliche E-Mails und so weiter rund um die Bestellung auf. Machen Sie im Zweifelsfall Printscreens (Bildschirmfotos).

Lieferung, Rückgabe. Viele grosse Anbieter haben die wichtigsten Infos bezüglich Rückgabe, Liefer- und Zahlungsbedingungen kundenfreundlich und prominent auf der Website platziert. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) rät zudem, die AGBs zu lesen. Sollten Sie auf einen bestimmten Liefertermin angewiesen sein, kann dies beispielsweise in der Kommentarfunktion erwähnt werden. Gibt es dazu keine Rückmeldung vom Verkäufer, hat er diese Bedingung akzeptiert. Grundsätzlich haftet der Kunde für den Transport des Produkts. Viele Händler schliessen jedoch von sich aus eine Transportversicherung ab. Wird etwas Wertvolles bestellt, lohnt es sich beim Händler nachzufragen und allenfalls selbst eine Transportversicherung abzuschliessen. Im Gegensatz zu am Telefon gemachten Bestellungen, gibt es für Interneteinkäufe kein Rückgaberecht. Viele Händler sind jedoch kulant und nehmen ein Produkt zurück. Hat das Bestellte Mängel, besteht selbstverständlich ein Recht auf Umtausch und Ersatz.

Bezahlung, Versandkosten, Sicherheit. Zahlungen mit Kreditkarte nur dann machen, wenn es sich um eine SSL-gesicherte Verbindung handelt. (Einen entsprechenden Hinweis mit Logo findet man beim Fenster, wo der Zahlungsvorgang gemacht wird.) Dokumentieren Sie die Zahlung mit einem Printscreen (Bildschirmfoto). Eine sichere Website erkennt man auch an der -Adresse, die meist in der Browserzeile auch noch mit einem kleinen Schlosssymbol gekennzeichnet ist. Machen Sie keine Zahlungen mit Kreditkarte an öffentlichen Computern. Geben Sie Kreditkartendaten niemals per E-Mail weiter. Bei Bezahlung per Nachname kommt meist der Kunde für die Versandkosten auf. Das kann vor allem bei Bestellungen von ausländischen Anbietern teuer kommen. Zudem kommen Zollkosten dazu. Diese können je nach Spediteur (Post/Kurier) für Waren unter 1000 Franken zwischen 12 bis 70 Franken kosten. Erkundigen Sie sich beim Anbieter, mit welchem Spediteur er arbeitet. Bewährt haben sich nationale Postorganisationen sowie die Kurierdienste GLS, EMS und DHL.

Illustration: istockphoto.com

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