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Sommerfrische Wäsche

Kategorie: Leben
 Ausgabe 07 - 2012 - 01.07.2012

In der Waschküche treffen moderne Bedürfnisse aufeinander, die sich nicht immer vereinbaren lassen. Immer wieder liest man von Keimen und Viren, die in der Waschmaschine schlummern.

Das verunsichert und man wählt im Zweifelsfall den heisseren Waschgang und einen speziellen Hygienespüler. Aber eigentlich will man die Wäsche ja möglichst umweltschonend waschen. Zwar ist der Energieverbrauch in den letzten 20 Jahren dank effizienteren Maschinen um etwa 15 Prozent gesunken, dafür steht in immer mehr Haushalten ein Tumbler: Maschinelles Trocknen braucht je nach Gerät zwei bis viermal so viel Strom wie das eigentliche Waschen. Nach folgend ein paar Tipps, um sauber und möglichst umweltschonend zu waschen:
1. Wäsche nach Farben sortieren, um Vergrauen – und damit nötiges Bleichen – vermeiden zu können. Sogenannte Vollwaschmittel enthalten Bleichmittel und optische Aufheller, die schwer abgebaut werden können. Color-Waschmittel hingegen nicht.
2. Waschmittel auf Seifenbasis sind umweltverträglicher, lösen sie sich jedoch bei Temperaturen unter 60 manchmal schlecht auf. Pulver in warmen Wasser separat auflösen und dann in die Maschine geben. Bei Flüssigwaschmitteln solches mit Tensiden aus natürlichen Rohstoffen verwenden. Gewisse Tenside können biologisch jedoch nicht ganz abgebaut werden.
3. Weichspüler braucht es nicht. Sie enthalten viele kritische Stoffe und belasten die Umwelt unnötig. Wird weichere Wäsche gewünscht, kann dem Spülwasser einen Schuss günstiger Tafelessig beigegeben werden. Dieser entfernt Kaltrückstände im Wasser.
4. Viele Waschmittel enthalten bereits Wasserenthärter. Lediglich bei hartem Wasser (ab 25° französische Härte) empfiehlt es sich, zusätzlich einen Enthärter zu verwenden.
5. Vorwaschen braucht es nicht. Schmutzränder mit Gallseife einreiben. Auch Einweichen hilft: Maschine mit stark verschmutzter Wäsche abends einige Minuten laufen lassen, abstellen und in der Maschine liegen lassen. Am Morgen mit derselben Lauge weiter waschen.
6. Die Angst vor Keimen und Viren ist übertrieben. Leidet jemand in der Familie zum Beispiel an einer ansteckenden Durchfallerkrankung können die Kleider bei 60 Grad mit einem bleichhaltigen Vollwaschmittel gewaschen werden. Spezielle Hygienespüler sind laut «Öko Test» nicht wirksamer, können aber Allergien auslösen.
7. Kurzprogramme sind nicht immer die sparsamste Variante; die Bedienungsanleitung hilft, das richtige Programm zu finden. Lange Waschprogramme brauchen teilweise weniger Energie und das Resultat ist besser.
8. Wäsche gründsätzlich an der Sonne trocknen. 

Foto: fotolia.com

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