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Das leichte Schimmern

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe 03 - 2012 - 01.03.2012

Text:  Fabrice Müller

Während in vielen Kulturen die Vorstellung einer Aura längst bekannt ist, ist nun auch die moderne Wissenschaft diesem Phänomen auf die Spur gekommen.

Viele Wissenschaftler negieren das Vorhandensein einer Aura. Mittlerweile liegen jedoch ernsthafte wissenschaftliche Untersuchungen dazu vor. Japanische Forscher haben möglicherweise die biologische Grundlage für die Wahrnehmung der menschlichen Aura gefunden. Wie die Wissenschaftler um Hitoshi Okamura, Masaki Kobayashi und Daisuke Kikuchi vom Tohoku Institute of Technology (TIT) im Fachmagazin «Public Library of Science» (PLoS) berichten, gelang ihnen der Nachweis der menschlichen Biolumineszenz mittels hochsensibler Kameras. Laut dem Bericht gibt der menschliche Körper ein leichtes Schimmern von sich. Die Stärke dieses Leuchtens ist jedoch tausendmal schwächer als das Licht, das vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann. Hervorgerufen durch feinste Stoffwechselveränderungen werden in bestimmten Rhythmen direkte, ultraschwache Photonen, also elektromagnetische Lichtteilchen, abgegeben. Es handle sich dabei um Lichtpartikel, die zwischen den Zellen kommunizieren. Die hellste Phase soll dabei um die Mittagszeit liegen, während gegen Abend offenbar am wenigsten Photonen abgegeben werden. Dabei stehe die Menge des Lichts nicht in Verbindung zur abgegebenen Körperwärme.

Surftipps
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Dachverband Xund
SVNH - Schweizerischer Verband für Natürliches Heilen
Pranic Healing Schweiz
Grazyna Fosar und Franz Bludorf

Der sechste Sinn

Das menschliche Aurafeld gilt als sechster Sinn, als weiteres Kommunikationsorgan neben der Stimme und dem nonverbalen Ausdruck. Durch die elektromagnetische Ausstrahlung des Menschen tritt er in Wechselwirkung mit der Strahlung anderer Lebewesen, aber auch mit Energiefeldern der Erde und jenen der modernen Technik. So erstaunt es nicht, wenn die drahtlose Telekommunikation, aber ebenso die geophysikalischen Veränderungen auf der Erde vom menschlichen Energiefeld registriert werden und zu Reaktionen in Körper, Seele und Geist führen. Die Naturlehren kennen diese Zusammenhänge schon seit Jahrhunderten. Und auch manche Naturheiltherapien arbeiten – bewusst oder unbewusst – mit dem Energiefeld der Patienten.

Offizielle Anerkennung

Die meisten Berufe im komplementärmedizinischen Bereich arbeiten laut Marietta Keller vom schweizerischen Verband für natürliches Heilen (SVNH) bewusst oder unbewusst mit dem Energiefeld der Patienten. «Die einen nehmen das Energiefeld intuitiv wahr, die anderen verbinden sich bewusst mit ihm – zum Beispiel Geistheiler.» Das sagt auch Cécile Cassini vom Dachverband Xund – für natürliche Methoden in der Komplementärmedizin. «Wir arbeiten nicht explizit mit der Aura, aber unsere Methoden beeinflussen das menschliche Energiefeld.» So komme es zum Beispiel bei der Cranio-Sacral-Therapie, bei der die Therapeutin auch mit den energetischen Schwingungen der Patientin in Kontakt trete, zu tiefen Wahrnehmungszuständen. In anderen Therapien wie etwa der Akupunktur oder der PolarityMethode werden bewusst die Chakren des Körpers aktiviert. Allerdings: «Wir legen grossen Wert darauf, dass unsere Berufe fassbar sind», betont Cécile Cassini. Deshalb bemüht sich der Verband zusammen mit anderen Berufsverbänden auch um die offizielle Anerkennung der Berufsausbildung Komplementärtherapeut/in. Ein entsprechendes Vernehmlassungsverfahren ist im Gang.

Neues Gesundheitsbewusstsein

«Ich denke, dass der Biophotonen-Beweis hilft, eine andere Sichtweise vom Menschen zu bekommen, sei es medizinisch oder therapeutisch. Diese Erkenntnisse könnten sogar einen Einfluss auf das gesamte gesundheitliche und psychologische Denken haben», ist auch Marietta Keller überzeugt. «Wenn sich ein Therapeut oder auch Arzt mit einem Patienten auseinandersetzt und mit dessen Energiefeld verbunden ist, kann er ihn ganzheitlicher wahrnehmen und behandeln», so Keller. Die Verbandsvertreterin würde es begrüssen, wenn sich auch die Schulmedizin auf diese feinstoffliche Ebene einliesse.

Cécile Cassini rechnet künftig mit einem neuen Gesundheitsbewusstsein – weg vom materialistischen System hin zu einem umfassenderen Zugang zu Gesundheit und Heilung. Noch sind Begriffe wie Aura oder feinstoffliche Energien mit einem esoterischen Klischee verbunden. Um solche Themen vermehrt auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, braucht es gemäss Cécile Cassini klare Begriffe sowie eine Transparenz bei der Anwendung. «Dazu gehören Informationen, wie man die Arbeit über die Aura lernen kann, wie diese Therapie wirkt und was der Patient selber zur Heilung beitragen kann. Eine solche Methode sollte stets interaktiv sein. Der Patient darf nicht zum Opfer werden, sondern muss Verantwortung übernehmen und auch die Möglichkeit haben, sich von der Therapie abzugrenzen.»

Buchtipps
Richard Webster: «Das grosse Aura-Praxis-Buch», Aquamarin 2011, Fr. 29.90; Manuela Oetinger: «Die Aura», Aquamarin 2011, Fr. 17. 90

Illustration: Darius Turek

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