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Gezeichnet fürs Leben

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe 09 - 2011 - 01.09.2011

Text:  Sabine Hurni

Heilen Narben schlecht, können sie den Energiefluss im Körper blockieren und – oft auch Jahre später – zur Ursache von Krankheiten werden; Öle, Massagen und Akupunktur bieten Hilfe.

Je nach Hautbeschaffenheit und Verlauf der Heilung können drei verschiedene Narbentypen entstehen. Wird während der Wundheilung zu wenig neue Haut gebildet, entsteht eine eingesunkene Narbe. Sie sieht aus wie ein Grübchen und kommt typischerweise im Gesicht als Aknenarbe vor. Anders die hypertrophen Narben. Bei ihnen bildet der Körper zu viel neues Bindegewebe. Die Narben werden wulstig und ragen über die gesunde Haut hinaus. Das passiert meistens bei Narben, die während der Heilung Spannung und Zug ausgesetzt sind. Zum Beispiel am Bauch, an Armen, Beinen und über Gelenken. Ein weiterer Narbentyp sind die Keloidnarben. Sie wuchern meist noch stärker als die hypertrophen Narben und bilden sich in der Regel nach Verbrennungen. So kann ein unvorsichtiger Moment das ganze Leben prägen. Die mit einer Operation verbundenen Risiken sind dank der modernen Technik zum Glück sehr klein geworden.

Nun zeigt sich jedoch ein neuer Trend im Gesundheitswesen. Es wird nicht mehr repariert, was kaputt ist, sondern auch optimiert, was nicht einwandfrei funktioniert. Neben den unvermeidlichen Operationen durch Unfälle liegen immer mehr Menschen mehr oder weniger freiwillig unters Messer. Sie lassen sich Gewebeproben entnehmen, die Gebärmutter entfernen, die Brust vergrössern und die Haut straffen. All diese Eingriffe hinterlassen Narben. Selbst wenn sie noch so klein und unscheinbar sind. Dabei wird häufig vergessen, dass Narben selbst Monate und Jahre nach der Operation die Gesundheit beeinträchtigen können. Oft lässt sich im Nachhinein kein direkter Zusammenhang mehr feststellen, weil selten die operierte Stelle Probleme macht. Chronische Beschwerden zum Beispiel können durch ein Narbenstörfeld entstehen. Wetterfühligkeit, Schwächezustände oder auch ein diffuses Hitze- oder Kältegefühl bis hin zu Taubheitsgefühlen können im Zusammenhang mit Narben stehen. Selbst bei Depressionen, Schlaf- und psychische Störungen, Bluthochdruck, Darmentzündungen, Tinnitus, Schwindel, Gelenkschmerzen und Blasenproblemen kann eine Narbe der Auslöser sein. Eine Gebärmutterentfernung zieht möglicherweise Taubheitsgefühle in den Händen nach sich, eine Brustoperation Hüftschmerzen.

Wenn Narben krank machen

Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass jeder Schnitt durch die Haut auch einen Einschnitt ins Nerven- und Energieleitsystem bedeutet. Der menschliche Körper ist durchzogen mit Bahnen, die elektrischen Strom leiten können. Werden die Leitbahnen bei einem Eingriff durchtrennt, hat dies einen Einfluss auf die elektrischen Spannungen an den Zellmembranen wie auch auf die Leitungsbahnen. Durch Hautwiderstandsmessungen an den Endpunkten der Meridiane und im Narbengebiet kann das gemessen werden. Weil die Energieströme auf den Meridianen sämtliche Organfunktionen steuern, sorgt ein Unterbruch entsprechend für Energieblockaden und Unregelmässigkeiten der Informationsübertragung. Sind die Organe wiederum zu wenig versorgt mit Energie, können Fehlfunktionen zu unerklärbaren Krankheiten führen.

Entstören und vorbeugen

Natürlich ist nicht jede Narbe ein Störfeld. Narbenstörungen treten besonders häufig auf, wenn die Narben schlecht heilen, eitern oder einfach in grosser Anzahl über den Körper verteilt auftreten. Oft sind Störfeldnarben von blossem Auge erkennbar: Sie sind verdickt, gerötet oder stark eingezogen. Meist ist auch die Empfindung in der Narbenregion verändert. Schmerzen, Taubheitsgefühl oder Wetterfühligkeit können auftreten. Das sind Anzeichen dafür, dass die Energie nicht frei fliessen kann. Manche Narben können aber auch schön aussehen, beim Abtasten sind jedoch harte Stellen fühlbar. Auch hier kann die Energie blockiert sein. Zur Behandlung und Entstörung von Narben eignet sich zum Beispiel die Neuraltherapie. Kleinere Narben können auch mit Akupunktur oder mithilfe einer Akupunktmassage nach Penzel – einer europäischen Meridiantherapie –, durch eine Bindegewebemassage oder mit Kinesiologie entstört werden. Soweit muss es aber nicht unbedingt kommen.

Wer sich operieren lassen muss, kann einiges dazu beitragen, dass die Narbe sauber heilt: Eine frische Narbe sollte möglichst wenig Zug, Druck und Dehnung ausgesetzt sein. Vorsicht ist vor allem angebracht, wenn sich die Narbe über einem Gelenk befindet. Zudem sollten frische Narben vor der Sonne geschützt werden. Sie sind sehr empfindlich und reagieren auf UV-Licht oft mit einer Pigmentstörung. Deshalb unbedingt einen Sonnenblocker auftragen oder die Narbe mit einem Pflaster abdecken. Dasselbe gilt für Solarien. Narben brauchen zudem sehr viel Pflege. Sobald die Wunde verheilt ist, kann sie mit einer Salbe oder einem Öl täglich gepfleggt werden. Geeignet sind zum Beispiel Johanniskrautöl, Weizenkeimöl, Ringelblumenöl- oder salbe. Alle drei Öle wirken entzündungshemmend. Das Johanniskraut aufgrund seines hohen Gehaltes an Hypericin und Flavonoiden, die Weizenkeime wegen des enthaltenen Vitamins E und die Ringelblume aufgrund der Flavonoide, die in ihren Blüten enthalten sind. Gerade das Johanniskrautöl hilft zudem sehr gut gegen sämtliche Schnitt- und Stichwunden und repariert überall dort, wo Nerven verletzt worden sind.

Foto: fotolia.com, Foto: mauritius-images.com

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