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Quellwasser und Bach-Blüten

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe 06 - 2011 - 01.06.2011

Text:  Claudia Wartmann

Der englische Arzt Edward Bach wollte nicht nur eine Krankheit, sondern den ganzen Menschen heilen. Die nach ihm genannte Therapie brachte altes Wissen der Volksmedizin in ein neues, einfaches System.

Als ich zum ersten Mal den Begriff Bach-Blüten hörte, dachte ich, es handle sich dabei um Blüten, die am Bach wachsen», sagt Leonie und lacht. Die Primarlehrerin ist begeisterte Anwenderin der Bach-Blüten-Therapie. Zwar gibt es tatsächlich Bach-Blüten, die am Bach wachsen, ihren Namen tragen die Bach-Blüten aber nach ihrem Entdecker, dem englischen Arzt, Forscher und Homöopathen Edward Bach, der von 1886 bis 1936 lebte und mit 50 Jahren an einem Herzversagen starb.

Wonach er suchte, wusste der Arzt anfänglich selber nicht so genau. Eine unangenehme Überraschung half ihm bei seiner Forschung auf die Sprünge: Beim Auspacken seiner Koffer stellte er fest, dass einer von ihnen statt mit Mörser und Stössel mit Schuhen gefüllt war. Es war ein Wink mit dem Zaunpfahl, denn für seine neue Methode der Heilmittelzubereitung brauchte er weder Stössel noch Mörser, sondern gutes Schuhwerk. In der Folge durchwanderte Edward Bach die Grafschaften Englands, durchstreifte Hügel und Täler und beobachtete aufmerksam die Erscheinungen der Natur. Dabei schärften sich seine Sinne zu einer aussergewöhnlichen Wahrnehmungsfähigkeit. Nahm er eine Blüte in die Hand oder legte er sich ein Blütenblatt auf die Zunge, spürte er die Schwingungen, die von der Pflanze ausgingen.

Wohlbekannte Naturkräfte

So erkannte Edward Bach, dass Pflanzen von einem energetischen Feld umgeben sind, das auf den Menschen einen Einfluss hat. Diese Schwingungen sind feinstoffliicher Natur, das heisst, sie wirken nicht auf physischer Ebene, sondern im geistig-seelischen Bereich. Dies war den Menschen schon lange vor Bach bewusst. «Unter den Linden sollst du dich finden», sagt der Volksmund und weist damit auf die Ausstrahlung der Linde hin, die Kommunikation und soziale Kontakte fördert. Nicht ohne Grund wurde früher auf dem Dorfplatz oft eine Linde gepflanzt, in deren Schatten und Schwingung die Bevölkerung sich treffen und austauschen konnte. Menschen, die sich nach langer Krankheit schwach fühlten, suchten früher ganz bewusst eine Eiche auf, um in ihrer Nähe Stärke zu spüren und wieder zu Kräften zu kommen. Im Prinzip kennt jeder von uns die wohltuende Wirkung von Wiesen und Wäldern auf unser Seelenleben: Wer ist nicht schon verärgert, aufgewühlt oder traurig zu einem Waldspaziergang aufgebrochen, um dann heiter und gelassen wieder zurückzukehren? «Edward Bach hat uns die heilenden Informationen, die Ordnung der Natur wieder ins Bewusstsein gebracht», sagt Willy Küttel, Schweizer Bach-Blüten-Pionier und Essenzen-Hersteller.

Die feinstofflichen Schwingungen zu spüren, ist das Eine. Das Andere jedoch ist, sie «einzufangen», um sie so jederzeit und für alle zugänglich zu machen. Die Lösung dazu offenbarte sich eines Morgens im Mai, als der Arzt über ein Feld wanderte, auf dem die Tautropfen im Sonnenlicht funkelten und glitzerten. Bei diesem Anblick überkam ihn die plötzliche Einsicht, dass die Tautropfen die Schwingungen der Blüten aufnehmen könnten. Um seine Idee zu überprüfen, sammelte er Tautropfen von verschiedenen Blüten und probierte ihre Wirkung selber aus. Die Tropfen waren tatsächlich mit der Energie der Blüten aufgeladen, wobei jene am wirksamsten waren, die von der Sonne beschienen worden waren. Da das Einsammeln von Tautropfen viel Zeit und Aufwand erfordert, wandelte Bach das Prinzip so ab, dass es in der Praxis einfacher anzuwenden war: Er stellte eine Glasschale in die Sonne, füllte sie mit frischem Quellwasser und legte einige Blüten hinein.

Nach einigen Stunden war das Wasser mit der feinstofflichen Information der Blüten aufgeladen. Mit diesem Verfahren konnte der Arzt alle vier Elemente miteinbeziehen: «Die Erde ist der Boden, der die Pflanze trägt und sie erhält; die Luft ist es, die sie nährt; die Sonne oder das Feuer befähigt sie, ihre Kraft zu übertragen, und das Wasser schliesslich nimmt ihre wohltätigen Kräfte auf und speichert sie», schrieb Bach. Auf diese Weise wirkt die Natur mit allen ihren Kräften mit, das Heilmittel herzustellen, mit dem der Mensch in seiner Ganzheit behandelt werden kann.

Die innere Stimme

«Unsere Seele spricht zu uns durch unsere Intuition: unsere Instinkte, unsere inneren Wünsche, Ideale, unsere ungewöhnlichen Vorlieben und Abneigungen», so Bach. Mit anderen Worten: Wenn ein Mensch seiner inneren Stimme folgt, kann er seine Potenziale leben und sich entfalten. Oft genug aber gelingt es der inneren Stimme nicht, sich Gehör zu verschaffen; der Mensch fühlt sich dann blockiert, unzufrieden, ruhelos, ungeduldig oder ängstlich. Dies ist ein Zustand der Disharmonie, der gemäss Bach Ursprung für eine Krankheit sein kann.

Die feinstofflichen Informationen der Blütenessenz sollen helfen, die Disharmonie aufzulösen: Ihre Schwingung vermag in der Seele eine Resonanz zu erzeugen – wie eine Saite, die durch ihre Vibration eine andere zum Schwingen bringt. Bach identifizierte im menschlichen Verhalten 38 archetypische Muster. Aus diesem Grund beschränkte er seine Therapie auf 38 Essenzen. Jede Essenz bringt mit ihrer «Frequenz» eines dieser 38 Verhaltensmuster zum Schwingen, sei dies Geduld, Mitgefühl, Selbstvertrauen, Toleranz, Intuition, Mut oder eine der anderen «Tugenden», wie Bach sie nannte. Die Schwingung der Blüte verleiht dem entsprechenden Seelenpotenzial einen Impuls, sodass es aus seiner Blockierung wieder zur Harmonie findet.

Buchtipp
«Bach-Blüten in der Natur» ist ein detaillierter Führer zu allen Pflanzen der Bach-Blüten-Therapie mit rund 200 Farbfotos und Erklärungen zur Wirkung, biologischen Merkmalen, der Verbreitung und Geschichte der Pflanzen. Weiter findet man im Buch genaue Beschreibungen für die Herstellung von eigenen Blütenessenzen sowie Ausflugtipps zu Bach-Blüten-Gärten.Das Buch ist direkt bei der Autorin (www.wartmann-natuerlich.ch) oder im Buchhandel für Fr. 34.– zu kaufen.

Fotos: fotolia.com

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