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Volle Wucht

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe 05 - 2011 - 01.05.2011

Text:  Sabine Hurni

Jetzt fliegen die Bälle wieder: auf dem roten Sandplatz oder dem gepflegten Rasen. So unterschiedlich die Sportarten Tennis und Golf auch sind – die möglichen Beschwerden und Armverletzungen sind ähnlich.

Bei allen Sportarten, in denen ein Schläger oder Ähnliches in der Hand gehalten wird, sind die Unterarmmuskeln ziemlich gefordert. Nur schon das Festhalten des Tennisschlägers lässt nahezu alle Muskeln des Unterarmes anspannen. Macht man eine Faust, ist diese Anspannung im Unterarm fühlbar. Das zeigt, dass für das Beugen der Finger nicht nur die Hand zuständig ist, sondern der ganze Arm. Schlägt ein Tennisspieler den ankommenden Ball, sind enorme Kräfte im Spiel. Ebenso wenn ein Golfer einen Ball abschlägt. Weil die Muskeln des Unterarmes angespannt sind – der Schläger muss ja gut in der Hand liegen – kann es leicht zu einer Überbelastung der Armmuskulatur kommen. Die Folge sind typische Schmerzen im seitlichen Ellenbogenbereich: Ein Tennisellenbogen, der mit ähnlichen Symptomen auch ein Golf- oder ein Mausarm sein kann. Die Ursache für die Schmerzen liegt allerdings nicht immer dort, wo sie spürbar sind. Im Fall des Tennisellenbogens kann die Ursache an der Arminnenseite liegen, obwohl es nur aussen schmerzt. Oft entstehen die Beschwerden aber auch durch Fehlhaltungen in den Schultern oder im Bereich der Wirbelsäule.

Beinwell heimisch und schön
Die mehrjährige, bis zu einem Meter hohe Pflanze mit fleischigem Rhizom, behaarten Blättern und röhrenförmigen, blauvioletten, rosa oder weisslichen Blüten kommt hierzulande in Gärten und in der freien Natur vor. Wer die Wurzeln sammeln möchte, sollte dies von Oktober bis April tun. Also ab dem Moment, wo die Kraft der Pflanze nicht mehr in der Blüte liegt, sondern eben in den Wurzeln. Der Gattungsname Symphytum geht auf das griechische Wort symphyein zurück und bedeutet zusammenwachsen. Auch die deutschen Bezeichnungen bringen Beinwell oder Wallwurz mit seiner Wirkung in Verbindung. Ist doch das Wallen eine alte Bezeichnung für das Zusammenheilen von Knochen.

Ruhe und Arnika für den Muskel

Ein überlasteter, gereizter Muskel braucht vor allem Ruhe und Entspannung. Das erreicht man einerseits mit Schonung und absoluter Ruhe. Andererseits mit Massage und Salben, die den Muskel entspannen helfen. Neben all den wärmenden Sportsalben mit ätherischen Ölen gibt es auch Heilpflanzen, die sehr gut bei Sportverletzungen eingesetzt werden können. So zum Beispiel Arnika und Wallwurz (Beinwell). Arnika, der Klassiker bei vielen Verletzungen, baut entzündliche Prozesse im Körper schneller ab, wirkt regenerierend bei körperlichen Überbelastungen wie zum Beispiel Muskelkater und ist ein wertvolles Mittel bei verschiedensten Schmerzzuständen. Wenn das Leiden jedoch eher chronischer Art wie beim Tennisellenbogen ist, empfiehlt sich Wallwurz. Auch bei rheumatisch entzündlichen Beschwerden, Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen, Arthritis, schlecht heilenden Wunden und Furunkeln hilft Wallwurz. Die Beinwellwurzel (Symphytum ofâ cinale) enthält Gerbstoffe, reichlich Schleim, Rosmarinsäure, Pyrrolizidin-Alkaloide und Allantoin. Das Allantoin ist in der Lage, Flüssigkeit aus der Wundfläche abströmen zu lassen. Das fördert die Heilung und wirkt bei entzündlichen Prozessen abschwellend und schmerzlindernd. Unterstützung erhält das Allantoin von den Schleimstoffen. Sie wirken Reiz mildernd und machen das Muskelgewebe weicher. Für die entzündungshemmende Wirkung ist die Rosmarinsäure zuständig. Wegen der Pyrrolizidin-Alkaloiden ist Beinwell nur für äussere Zwecke in Form von Salben oder Tinkturen geeignet. Würde er – über längere Zeit – eingenommen, könnte dies eine Leber schädigende und krebsfördernde Wirkung haben.

Fotos: fotolia.com

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