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Heinz Knieriemen über Radon

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe 09 - 2010 - 01.09.2010

Text:  Heinz Knieriemen

Das Gesundheitsproblem in unseren Behausungen und Schulhäusern sind nicht Radongase, sondern hermetisch versiegelte Räume. Natürliche Baumaterialien wären die Lösung.

Die recht beliebigen und interpretierbaren Grenzwerte für Radon werden halbiert und aus dem Edelgas Radon ein Giftgas gemacht. Bundesbehörden singen bei den Angststrategien im Chor mit und reichen den schwarzen Peter an die Kantone weiter, die wiederum die Gemeinden in die Pflicht nehmen. Allein im Aargau müssen nach den geltenden Radonnormen 44 Schulgebäude in 40 Gemeinden wegen der Grenzwert-Überschreitungen saniert werden – mit massiven Kosten, die letztlich auf die Steuerzahler abgewälzt werden.

Ungereimtheiten

Der Generalsekretär des Departements Gesundheit und Soziales im Kanton Aargau, Adrian Schmitter, verkündete in der Mittelland Zeitung: «In der Schweiz werden 200 bis 300 Lungenkrebs-Todesfälle dem Radon zugemessen.» Kein Wort, woher solche Zahlen stammen. Anhand der geschilderten Fakten kann jeder selbst ermessen, wie seriös und aussagekräftig diese sind. Ein Argument, um Druck auf die zur Sanierung gezwungenen Gemeinden auszuüben, sind sie allemal.

Die öffentliche Diskussion zum Thema Radon wird beherrscht von den Radonsanierern, also jenen Firmen und Organisationen, denen die geschürten Krebsängste gelegen kommen. Da ist von Betonbodenplatten, allen möglichen Verdichtungen und Zwangsbelüftungen die Rede. Der Tenor lautet: Schotte die Schule oder das Haus gegen alle möglichen Umwelteinflüsse ab und die Gefahr ist gebannt. Kaum einmal zeigt sich die Einsicht, dass viele der Probleme hausgemacht sind.

Hausgemachte Probleme

Es ist noch gar nicht so lange her, dass in Basel, Bern, Rüti und Ostermundigen Schulen geschlossen werden mussten, weil sie mit polychlorierten Biphenylen (PCB), einem krebserregenden Umweltgift, verseucht waren. Ursache bildeten Betonplatten, die mit Fugendichtmassen verklebt waren, die hohe PCB-Werte aufwiesen und so die Raumluft vergifteten. Erschreckend sind vor allem die möglichen Auswirkungen: Das Bewohnen solcher Gebäude bedeutet nach zahlreichen Untersuchungen ein stark erhöhtes Krebsrisiko, vor allem für Leukämie bei Kindern und für Brustkrebs. Die PCB-Verseuchung der Schulen hat keineswegs ein Umdenken eingeleitet. Stattdessen redet man über Radon.

Dabei besteht das Grundübel in unseren Schulen, Wohnungen und Häusern in der Verdichtung und Versiegelung von Oberflächen. Wände werden mit Kunststoffdispersionen zugeklatscht, Holz und Fussböden mit Acryllacken versiegelt, was auch für Stühle, Schränke und Bänke gilt. Statt eines natürlichen Klima-, Luft- und Feuchtigkeitsausgleichs in Innenräumen werden giftige Ausdünstungen eingeatmet. Und was mindestens so schlimm ist: Das Elektroklima, die statische Aufladung der Luft, wird massiv ungünstig beeinflusst. Das kann Folgen für die Gesundheit haben.

Naturmaterialien besitzen die Fähigkeit, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren, Temperaturschwankungen auszugleichen und giftige Gase zu absorbieren. Sie schaffen ein gesundes Raumklima, binden den Staub und beugen so auch Erkältungskrankheiten, Asthma und Allergien vor. Den Radon messenden Behörden biete ich gern mein Büro, einen Holzständerbau mit einer Ausfachung aus Korklehmsteinen, für eine Kontrolle und den Beweis meiner Aussagen an. Keine Betonplatten, keine Verdichtungen, keine Versiegelungen. Und damit bekommt auch Radon die Chance, sich aus der Raumluft zu entfernen – WHO-Vorschriften hin oder her.

Zur Person
Seit über 20 Jahren setzt sich Heinz Knieriemen für «natürlich leben» kritisch mit den Methoden und den Auswirkungen der Schulmedizin und der Laborwissen schaft auseinander. Im AT Verlag hat er mehrere Bücher herausgegeben, unter anderem über Vitamine, Mineralien und Spurenelemente oder Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und Kosmetika.

Foto: eneko LaKasta / flickr / cc, Cristian Vallejo

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