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Heinz Knieriemen über
Jungfern in seinem Garten

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe 03 - 2010 - 01.03.2010

Text:  Heinz Knieriemen

Der Garten von Heinz Knieriemen hat wieder reiche Ernte abgeworfen.

Der Echte Schwarzkümmel war bis zum 17. Jahrhundert in Europa weitverbreitet. In einem alten Kräuterbuch wird erwähnt, dass die Samen schwarz, sehr ähnlich den Zwiebelsamen und von scharfem, pfeffrigem Geschmack mit süssem Unterton seien. Man brauchte sie für Duftwässer und Puder; gemahlen, in ein Stück Stoff gebunden und erhitzt, regten sie den Geruchssinn und den Appetit an und vertrieben allerlei Gebrechen. Der Gattungsname Nigella wurde aus dem lateinischen «nigellus» für schwärzlich gebildet und bezieht sich auf die dunklen Samen.

Die Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhunderts etwa von Leonhart Fuchs und Lonicerus nennen die Pflanze «Schwartzer Coriander». Die vielfältige und intensive Wirkung des Schwarzkümmels ergibt sich aus der Kombination von ätherischen Ölen und essenziellen, ungesättigten Fettsäuren. Diese stabilisieren die Zellmembranen, können Immunreaktionen wie Allergien unterbinden und stärken die Abwehr bei Pollen- und Stauballergikern, Asthmatikern, Akne- und Neurodermitis-Patienten.

Bei uns sind Schwarzkümmelsamen in orientalischen Geschäften als «Black Onion Seeds» erhältlich. Unzerkleinert oder frisch gemahlen können sie ganz einfach verschiedenen Speisen beigefügt werden und eignen sich für Kräuterquark, Salate, Suppen oder Eintöpfe.

Vielfalt im Garten

Der Acker-Schwarzkümmel war früher auch bei uns vor allem in Auen und Niederungen, etwa im Rhone- und im Rheintal, weitverbreitet. Heute steht er auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten. Nigella arvensis ist durch Intensivkulturen im Getreideanbau (verkürzte Brachzeiten, Häufung der Bearbeitungsgänge, höhere Saatdichte, Herbizide) in seinem Bestand stark zurückgegangen. Wir finden ihn neu gelegentlich in angesäten Buntbrachen, mit denen die Artenvielfalt gefördert wird. In Gärten strahlt er, etwa zusammen mit den orangefarbenen Storchenschnäbeln, einen besonderen Charme aus.

Zur Person
Seit über 20 Jahren setzt sich Heinz Knieriemen für «natürlich leben» kritisch mit den Methoden und den Auswirkungen der Schulmedizin und der Laborwissenschaft auseinander. Im AT Verlag hat er mehrere Bücher herausgegeben, unter anderem über Vitamine, Mineralien und Spurenelemente oder Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und Kosmetika.

Foto: zvg

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