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Unersättlich satt

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe 02 - 2010 - 01.02.2010

Text:  Andres Jordi

Ein Hormon, das dem Körper Hunger signalisiert, könnte auch für übermaässiges Essverhalten mitverantwortlich sein – indem es im Hirn das Lustempfinden ankurbelt.

Das körpereigene Hormon Ghrelin soll mitverantwortlich sein, wenn wir trotz vollem Magen unbändige Lust am Weiteressen haben. Ghrelin ruft bei leerem Magen ein Hungergefühl hervor und animiert uns zum Essen. Jeffrey Zigmann von der Universität Texas und seine Kollegen haben bei Mäusen nun herausgefunden, dass das Hormon bei Mäusen zudem Hirnregionen beeinflusst, die für das Empfinden von Lust zuständig sind.Das treibe die Nager zur Nahrungssuche an und verbessere deren Erinnerung, wo sie das Essen gefunden hätten, so die Wissenschaftler.

Diese Erinnerung ist laut den Forschern umso stärker, je fettreicher die Nahrung war. Überdies steigert ein hoher Fettgehalt das Verlangen, erneut auf Nahrungssuche zu gehen, und das mit der Hormonausschüttung verbundene Lustempfinden. Dieser Mechanismus könnte nach Ansicht der Wissenschaftler auch für ungezügeltes Essverhalten beim Menschen verantwortlich sein.

Forscher um Ryusuke Yoshida von der Kyushu University in Fukuoka, Japan, haben zudem entdeckt, wieso der Konsum von Cannabis oft zu Essattacken führen könnte: Cannabis intensiviere bei Mäusen die Sinneswahrnehmung für Süsses und wirke wie die vom Körper produzierten Endocannabinoide. Diese sollen den Appetit und die Nahrungsaufnahme erhöhen.

Foto: dieKLEINERT.de | Mathias Dietze

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