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Patientenpflichten

Kategorie: Gesundheit, Beratung

Aufklärung ist eine Bring- und Holpflicht.

Herr I. hatte am Kopf über einen längeren Zeitraum eine Hautveränderung und suchte daraufhin einen Dermatologen auf. Dieser stellte die Diagnose Morbus Bowen. Dabei handelt es sich um eine Sonderform eines Spindelzellcarcinomes, das die erste Schicht der Haut noch nicht durchbrochen hat. Herr I. erhielt eine spezielle Salbe verordnet, die wiederum zu einer sehr starken Reaktion führte und in der Folge sogar eine Operation nach sich gezogen hat.

Im Nachhinein stellt sich heraus, dass der Hersteller der Salbe eine Warnung für die Therapie mit diesem Produkt herausgegeben hatte. Ausserdem wurde die Zulassung für das Produkt vom Heilmittelinstitut Swissmedic sistiert.

Wieso war der Patient ungenügend aufgeklärt? Es stellt sich heraus, dass zum damaligen Zeitpunkt die entsprechende Salbe eine Therapieoption der ersten Wahl war und der Patient auch vom Facharzt ausreichend aufgeklärt wurde.

Dem Medikament lag ebenfalls eine Patienteninformation bei. Dort waren allfällige Risiken und Nebenwirkungen aufgelistet. Der Fall zeigt, dass es trotz ärztlich korrekter Aufklärung unbedingt notwendig ist, dass Patienten bei Medikamenten die entsprechenden «Beipackzettel» sorgfältig lesen und gegebenenfalls dem Arzt ihre Fragen stellen. Es besteht eine Bring- und Holpflicht.

Cathrine Arnold, Patientenberaterin SPO Patientenorganisation

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