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Corona und Angst

Kategorie: Gesundheit

Text:  Markus Kellenberger

Corona – seit fast einem Jahr beherrscht das Virus unser Leben, unser Denken und bestimmt unser Handeln. Seit fast einem Jahr beschwören sogenannte Experten die grosse Katastrophe, wird uns täglich Angst gemacht und gedroht, es komme alles noch schlimmer, wenn wir nicht gehorchen. Dabei ist, das weiss mittlerweile auch die WHO, die Corona-Pandemie in ihrer Auswirkung mit einer starken Grippewelle vergleichbar.

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Der Tod sitzt vor der Stadtmauer und wartet. Ein Experte (im Original der Geschichte «ein Gelehrter») kommt vorbei, setzt sich zu ihm und fragt: «Was tust du hier?» Der Tod antwortet: «Ich gehe jetzt in die Stadt und hole mir in den nächsten Wochen 100 Menschen.» Der Experte rennt in die Stadt und ruft aufgeregt: «Der Tod wird kommen und 100 Menschen mitnehmen!» Daraufhin rennen alle Menschen panisch in ihre Häuser und sperren sich ein – und bald sind 5000 Menschen gestorben. Als der Experte die Stadt wieder verlässt, sitzt der Tod immer noch dort. Zornig sagt der Experte: «Du wolltest 100 Menschen holen, es waren aber 5000!» Der Tod antwortet: «Ich habe 100 geholt, Kranke und Alte. Den Rest hat die Angst geholt – und für die bist du verantwortlich.»

Hohe Zeit für Katastrophenpropheten
Diese Geschichte, die in den sozialen Medien geteilt wurde, bringt auf den Punkt, was seit der Ausrufung der Corona-Pandemie durch die WHO passiert ist. Angst regiert die Welt. Und Expertinnen und Experten schüren diese Angst immer weiter, assistiert von Politikerinnen und Politikern, die vor lauter Angst, etwas falsch zu machen, nicht mehr aus diesem Teufelskreis ausbrechen können.

Mir scheint, als habe eine kollektive «Angst-Hypnose» die Welt ergriffen. Und statt uns diese Angst zu nehmen, wird sie auf allen Kanälen weiter befeuert. Je düsterer die Prognosen von sogenannten Expertinnen und Experten sind, desto reisserischer und angsteinflössender sind die Schlagzeilen, die daraus generiert werden – selbst dann noch, wenn keine einzige dieser Expertenprognosen bisher eingetroffen ist.

Morgen «könnten» die Intensivbetten voll sein; morgen «könnte» es doch noch Millionen Tote in Europa geben; morgen «könnte» es zu gefährlichen Virusmutationen kommen; morgen «könnte» es auch dich oder jemanden aus deiner Familie treffen; morgen «könnten» wir alle tot sein; und falls wir morgen doch nicht tot sind, «könnten» wir schuld daran sein, dass jemand anders wegen uns gestorben ist...

«Könnte, könnte, könnte» – es ist kaum auszuhalten, denn vor lauter «könnte» werden ganze Volkswirtschaften an die Wand gefahren, demokratische Errungenschaften ausgehebelt, Menschenrechte missachtet und die Meinungs-, Versammlungs- und Bewegungsfreiheit – je nach Land und politischem System mehr oder weniger subtil – eingeschränkt.

Panik kommt vor Menschenverstand
Seit Monaten werden uns täglich Fallzahlen, Positivitätsraten, Hospitalisierungen und Todesfälle (ohne das Durchschnittsalter der Verstorbenen zu nennen) um die Ohren geschlagen und damit weitere Massnahmen und weitere Einschränkungen gerechtfertigt. Sinken die Fallzahlen, dann werden Experten und Politiker nicht müde zu erklären, dass das nur ihrem entschiedenen Handeln zu verdanken sei. Steigen die Fallzahlen trotz der ergriffenen Massnahmen, werden dieselben Frauen und Männer nicht müde zu erklären, dass es jetzt noch viel schlimmer kommen «könnte», wenn nicht sofort noch einschneidendere Massnahmen ergriffen werden. Und wir, das Volk, wir machen mit. Die einen, weil ihnen genug Angst vor dem «Killervirus» gemacht wurde – die andern, weil es unangenehm ist, als «Covidiot», Corona-Leugner oder Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt zu werden, nur weil man sich erlaubt, bei aller Panik kritisch zu bleiben.

Aber gerade dann, wenn Panik herrscht und diese Panik täglich auch noch von schlagzeilengeilen Medien weiter befeuert wird, ist es besonders wichtig, kritisch zu sein und auch zu bleiben. Auch gegenüber den Aussagen von Expertinnen und Experten, die im Moment ja unser Leben bestimmten; wobei ich an dieser Stelle anfügen muss: Im Moment bestimmen hauptsächlich jene Expertinnen und Experten über unser Leben, die immer vom Schlimmstmöglichen ausgehen – doch welche von diesen Angstmacherprognosen ist bisher eingetreten?

Millionen von Toten wurden allein für Europa vorausgesagt – aber es gibt kein Massensterben, weder hier noch anderswo, auch wenn beim täglichen Medienkonsum dieser Eindruck entstehen kann. Losgelöst von der Frage, ob das den wirren, oft willkürlich scheinenden und fast täglich ändernden Massnahmen zu verdanken sei oder nicht – es sterben aktuell nicht mehr Menschen als all die Jahre zuvor. Es gibt keine Übersterblichkeit. Es besteht also kein Grund zur Angst, und trotzdem wird uns von Experten und von Politikerinnen und Politikern täglich mit noch Schlimmerem gedroht – bis hin zur Triage in hoffnungslos überfüllten Spitälern. Noch so eine Prognose, die bis heute nicht eingetreten ist.

Wie war das mit dem «Killervirus»?
Ich bin kein Experte für Virologie, Immunologie und Epidemiologie. Aber als Journalist bin ich Experte für Faktenchecks – und das tue ich seit Beginn der Pandemie und muss angesichts der mir zur Verfügung stehenden Zahlen und Daten – die übrigens auf den Seiten des BAG, der WHO und anderen Institutionen für alle frei einsehbar sind – gestehen: Ich kann nicht fassen, was seit Monaten passiert und was mit uns gemacht wird. Aber lassen Sie mich das anhand zweier wichtiger Punkte erklären.

1. Ist Corona ein «Killervirus»?
Nein. Und er war es nie, obschon es zu Beginn der Pandemie in einzelnen Regionen und aus ganz bestimmten Gründen, wie zum Beispiel der Altersstruktur der Bevölkerung, vorübergehend zu einer lokalen Übersterblichkeit kam. Diese lokalen Phänomene haben sich mittlerweile ausgeglichen. Obschon mittlerweile weltweit rund 1,3 Millionen Menschen (Stand Mitte November 2020) an oder mit Corona gestorben sind – kein Land der Welt weist eine markante Übersterblichkeit im Vergleich zu den letzten Jahren aus. Das verwundert nicht, denn eine auch von der WHO zur Kenntnis genommene und veröffentlichte Studie der Stanford Universität (USA) hat die Tödlichkeit von Covid-19 seriös untersucht und festgestellt: In Ländern mit einem guten Gesundheitssystem und einer guten Grundgesundheit der Bevölkerung ist Covid-19 nur unwesentlich tödlicher als eine Grippe. Konkret: Nur 0,23 Prozent aller Symptome aufweisenden Menschen sterben daran. Das mag immer noch nach viel tönen, aber 70 bis 80 Prozent aller Menschen, bei denen mit dem umstrittenen PCR-Test ein Kontakt mit dem Coronavirus nachgewiesen wird, zeigen keine Symptome. Und wer dennoch erkrankt, steht die Infektion in der Regel durch wie jede andere Krankheit auch. Und selbst die wenigen und medial ausgeschlachteten «schweren Covid-Fälle» und Spätfolgen, die es natürlich gibt, sind nicht aussergewöhnlich. Auch bei einer Influenza gibt es schwere Verläufe, bei denen die Betroffenen noch monatelang mit den Spätfolgen der Erkrankung zu kämpfen haben. Seit Beginn der Pandemie liegt das Durchschnittsalter der Corona-Toten in der Schweiz bei mehr als 84 Jahren. Zur Erinnerung: Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt für Männer und Frauen bei 83,6 Jahren. Konkret und ohne das Leid schmälern zu wollen, das ein Todesfall einer Familie zufügt, heisst das: Es trifft genau die Menschen, die es seit Menschengedenken in der von Herbst bis Frühling dauernden Virussaison schon immer getroffen hat, nämlich Alte und Kranke. Sterben gehört nun mal zum Leben. Und je älter man wird, desto grösser ist das Sterberisiko – das können weder Masken noch Lockdowns und letztlich auch keine noch so fragwürdige Impfung verhindern. Eine Impfung übrigens, für die – ich kann mir diese Bemerkung nicht verklemmen – seit Beginn der Pandemie eine beispiellose Werbekampagne betrieben wurde. Eine Impfung, die zu 90 Prozent wirken «könnte», wie es heisst – und die bis jetzt vor allem eins nachweislich bewirkt hat: steigende Aktienkurse. Wenn wundert es da, wenn Roche-Präsident Christoph Franz bereits von einem «Impfobligatorium» träumt. Er wird nicht der Einzige in der Branche sein.

Um es in aller Deutlichkeit noch einmal zu sagen: Seit Beginn der Pandemie sterben nicht mehr Menschen als in all den Jahren zuvor. Ob das den weltweit ergriffenen Massnahmen zu verdanken ist oder nicht, wissen nicht einmal die Expertinnen und Experten – und falls sie trotzdem vorgeben, es zu wissen, dann ist das nichts anderes als Kaffeesatzlesen.

2. Was sagen uns die täglich publizierten Fallzahlen und die Positivitätsrate?
Seit Frankreichs Präsident Emanuel Macron dem Virus «den Krieg» erklärt hat und die deutsche Regierung in einem Corona-Papier festgelegt hat, den Bürgerinnen und Bürgern bewusst Angst zu machen, indem ihnen täglich mit den schlimmstmöglichen Folgen gedroht wird, starren alle wie hypnotisiert auf die Fallzahlen und die sogenannte Positivitätsrate. Sie sind der Massstab, mit dem alle Massnahmen im «Krieg» gegen Corona gerechtfertigt werden. «Die Fallzahlen in den Griff bekommen» heisst die Strategie – die bisher ohne Erfolg blieb. Denn das Virus breitet sich aus, egal, ob ein Land strenge oder weniger strenge Massnahmen ergriffen hat. Der starre Blick auf die Fallzahlen klammert dabei völlig aus, dass es weltweit bis heute eben nicht zu einer Übersterblichkeit gekommen ist – und das ist doch eigentlich die ausschlaggebende und vor allem beruhigende Erkenntnis, die von Politikerinnen und Politikern verkündet werden müsste. Trotzdem heisst das Mantra unbeirrt: Testen, testen und noch viel mehr testen, neuerdings sogar mit einem Schnelltest, der mindestens so fehleranfällig ist wie der umstrittene PCR-Test. Und wozu noch mehr Tests? Um noch mehr Angst verbreiten und willkürliche und zweifelhafte Massnahmen befehlen zu können, die noch mehr Arbeitsplätze und Existenzen vernichten?

Die steigenden Fallzahlen und Bettenbelegung in den Spitälern zeigen einzig, dass die Virensaison so richtig begonnen hat und immer mehr Menschen in irgendeiner Form mit dem Coronavirus in Kontakt kommen – so wie das mit den Grippeviren schon immer der Fall war. Bei genauem Hinschauen zeigen sie darüber hinaus auch, dass die Zahl jener Menschen, die nach einem Kontakt mit Corona tatsächlich erkranken oder sogar daran sterben im Bereich einer heftigen Grippewelle liegen. Warum also immer noch diese täglich von Taskforces, Politikerinnen und Politikern und den Medien zelebrierte Panikmache?

Wo bleiben die mutigen Stimmen?
Als zu Beginn der Pandemie der deutsche Arzt, Lungenspezialist und WHO-Kritiker Wolfgang Wodarg davor warnte, dass sich in unserer demokratischen Welt eine Gesundheitsdiktatur etablieren könnte, wurde er erst belächelt – und dann von jenen Experten, die nicht müde werden, eine grosse Katastrophe zu prophezeien, in die Verschwörerecke gestellt. So wie viele andere gemässigte Wissenschaftler auch.

Ich bin nach Prüfung aller Fakten, die mir zur Verfügung stehen, zur festen Überzeugung gelangt, dass es Zeit ist, die Angst vor Corona abzuschütteln und das selbstbestimmte Leben, das schon immer ein Sterberisiko beinhaltet hat, wieder zuzulassen. Und ich warte darauf, dass mutige Volksvertreterinnen und Volksvertreter, die ebenso denken, es wagen, endlich ihre Stimme zu erheben und dieser wirren Angstmacherei und den ebenso wirren Massnahmen ein Ende bereiten – es geht längst nicht mehr um unsere Gesundheit, sondern um unsere Freiheit.

Woran Menschen sterben

Täglich sterben in der Schweiz rund 200 Menschen, davon
55 an Herz-, Kreislaufkrankheiten
47 an Krebs
26 an den Folgen des Rauchens
18 an den Folgen einer Demenzerkrankung
13 an Atemwegserkrankungen
09 an oder mit Corona (ausgehend von geschätzt 3500 Corona-Toten bis Ende 2020)
09 verschiedene Ursachen
08 an den Folgen von Verkehrs-, Freizeit- und Haushaltsunfällen
05 infolge einer Spitalinfektion
04 an den Folgen des Alkoholkonsums
03 an Diabetes
03 durch Suizid

Quellen:
Bundesamt für Statistik, Beratungsstelle für Unfallverhütung

Fotos: iStock.com

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