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Weniger impfen, mehr Gesundheit?

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe_03_20 - 26.03.2020

Text:  Andreas Krebs

Mit Deutschland führt ein weiteres Land die Masernimpfpflicht ein. Und auch die Schweiz will die Masern dauerhaft ausrotten. Doch macht das Sinn? Und welchen Preis müssen wir für die ganze Impferei bezahlen?

@ mauritius-images.com

Per 1. März gilt in Deutschland das «Masernschutzgesetz» (MSG). Kinder müssen nun zwangsgeimpft werden. Allerdings nicht nur gegen Masern, sondern gleich auch noch gegen Mumps und Röteln. Denn anders als in der Schweiz steht in Deutschland ein Monoimpfstoff nicht zur Verfügung. Das Gesetz auf den Weg gebracht hat Gesundheitsminister und Pharmalobbyist Jens Spahn (siehe www.lobbypedia.de). Dabei hat er glatt gelogen:

1. behauptet er, dass die Impfraten sinken. Dabei nehmen sie gerade bei der Masernimpfung seit Jahren zu, wie die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen. In 2017 haben bei der Einschulung 97,1% der Kinder eine, und knapp 92,8% zwei Masernimpfungen erhalten. Die WHO fordert eine Durchimpfung mit zwei Dosen von mindestens 95 %. Dies sei Voraussetzung für die Masernelimination.

2. behauptete Spahn, würden die Masernfälle zunehmen. Auch hier trifft das Gegenteil zu: in Deutschland – und auch in der Schweiz – nehmen die Masernfälle seit Jahrzehnten ab respektive halten sich auf tiefem Niveau. Korrekt ist, dass die Masernfallzahlen von Jahr zu Jahr beträchtlich schwanken können: Auf ein schwaches Jahr folgt in der Regel ein starkes Jahr und umgekehrt.

3. so Spahn, seien Masern sehr gefährlich. Richtig ist: Masernviren sind hoch ansteckend und die Erkrankung kann einen schweren oder gar tödlichen Verlauf nehmen. Doch das ist in Mitteleuropa äusserst selten. In der Schweiz etwa sind seit 1997 elf Menschen infolge einer Masernerkrankung gestorben; davon vier Kinder und ein Jugendlicher. Von den Erwachsenen war mindestens einer gegen Masern geimpft und einer (70) litt an Krebs. Bei uns stirbt also etwa alle zwei Jahre ein Mensch infolge einer Masernerkrankung – etwa gleich viele wie durch Blitzschlag. Nun kann man Tote nicht gegeneinander abwägen. Man muss Zahlen aber einordnen können: Verkehrsunfälle fordern 400 Opfer pro Jahr; an vermeidbaren (!) Behandlungsfehlern sterben in Schweizer Spitälern jedes Jahr etwa 2500 Menschen.

Impfversager

Masernimpfungen enthalten abgeschwächte Lebendviren. Diese lösen eine abgeschwächte Immunreaktion aus. Rund 85 % sind nach einer Impfung immun; mit zwei Impfdosen kann man die Quote je nach Impfstoff und Zeitpunkt der Verabreichung auf rund 98 % steigern. Die sogenannten Impfversager (!) können trotz Impfung erkranken und andere mit dem Virus anstecken. Es ist also fraglich, ob man mit Impfkampagnen die Masern ausrotten kann.

Schweiz hat Masern «im Griff»
Wie Deutschland will auch die Schweiz die Masern dauerhaft eliminieren. Dieses Ziel hätte zunächst bis ins Jahr 2000, dann per Ende 2015 erreicht sein sollen. Doch es gibt immer wieder Ausbrüche. Meist nur kleine: schweizweit wurden 2018 49 Masernfälle gemeldet, letztes Jahr 223. «Wir haben die Masern im Griff», sagt Mark Witschi, Leiter Sektion Impfempfehlung und Bekämpfungsmassnahmen beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Bei den Kindern sei die angestrebte Durchimpfung praktisch erreicht. Mindestens 95 Prozent aller nach 1963 Geborenen sollen zweimal gegen Masern geimpft sein, so der Bund, der sich auf die Empfehlung der WHO beruft. Bei den Älteren geht man davon aus, dass sie die Masern durchgemacht haben und deshalb immun sind.

«Das Problem sind die jungen Erwachsenen», sagt Witschi. «Viele wissen gar nicht, dass sie nicht immun sind.» Von ihnen gehe eine erhebliche Gefahr aus: Sie können Menschen anstecken, die sich nicht impfen lassen können, etwa Schwangere und Säuglinge. Und für die seien Masern besonders gefährlich. Überhaupt seien Masern alles andere als harmlos, betont Witschi. Die Impfung hingegen sei sicher: «In der Schweiz liegen nach Jahrzehnten der Masern- und MMR-Impfung keine Todesfälle aufgrund der Impfung vor.» Auch schwere Nebenwirkungen seien höchst selten. «Es gibt etwa eine Meldung pro Jahr.»

Das könnte auch am System liegen. Denn im Bundesland Baden-Württemberg (11 Mio. Einwohner) zum Beispiel werden jedes Jahr 20 bis 50 neue Anträge auf Anerkennung eines Impfschadens gestellt. 463 Fälle wurden bisher anerkannt. Die Geschädigten haben 2018 gut 17,1 Millionen Euro Entschädigung erhalten.

Es gibt sie eben doch, die Impfnebenwirkungen – bis hin zum Tod: Beim deutschen Paul-Ehrlich-Institut (PEI) wurden seit dem Jahr 2000 alleine nach Masernimpfung 55 dauerhafte Schäden und 32 Todesfälle registriert. Dabei beträgt die Dunkelziffer bei diesen Meldungen laut der Fachzeitschrift Bundesgesundheitsblatt mindestens 95 Prozent! Es könne deshalb «keine Aussage über die Häufigkeit bestimmter unerwünschter Reaktionen gemacht werden». Kritiker vermuten, dass man zum «Schutz des Impfgedankens» Nebenwirkungen nicht anerkennen will. Zum Vergleich: Seit Beginn der Meldepflicht 2001 bis 2018 wurden in Deutschland acht Todesfälle aufgrund von Masern registriert. Allerdings wurden auch sehr viel mehr Menschen geimpft als masernkrank.

Trotzdem: Die Sicherheit der MMR-Impfstoffe ist nicht gewährleistet. Zu diesem Schluss kommt auch das unabhängige Netzwerk Cochrane in der bis heute umfangreichsten Übersichtsarbeit.

Aber bestimmt sind die Masern viel gefährlicher; Impfungen das kleinere Übel. Oder? Wie gesagt, Masern können tödlich sein: Weltweit sind 2018 etwa 140 000 Menschen an den Folgen einer Maserninfektion gestorben; fast die Hälfte davon in den vier afrikanischen Staaten Kongo, Liberia, Madagaskar und Somalia. Schwere Masernverläufe scheinen mit Krieg, schlechter Hygiene (Wasser!) sowie Unter- und Mangelernährung zusammenzuhängen; insbesondere ein Vitamin-A-Mangel gilt als problematisch. Die WHO propagiert deshalb seit Jahrzehnten die hochdosierte Gabe von Vitamin A, um schwere Masernverläufe zu verhindern. Auch Vitamin C unterstützt, wie bei allen Infektionskrankheiten, den Heilungsprozess. Fiebersenker, Hustenblocker, Antibiotika und andere Medikamente, die das Immunsystem belasten, erhöhen hingegen das Risiko für Komplikationen. 

Diese «häufigen und teilweise lebensbedrohlichen Komplikationen» infolge der Masern werden uns medial ständig um die Ohren gehauen. Dabei ist das Risiko überschaubar: Laut BAG kommt es bei 1,9 Prozent der Fälle zu einer Lungen- und bei 1,6 Prozent zu einer Mittelohrenentzündung. Beide Leiden heilen bei uns in aller Regel folgenlos aus. Wie die Masern selbst. Meist tödlich ist hingegen die subakut sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Sie tritt im Durchschnitt sieben Jahre nach einer Masernerkrankung auf und betrifft vor allem Menschen, die als Säugling daran erkrankt sind – und zwar etwa 1 von 1000 bis 3300. In der Schweiz wären das etwa alle 20 Jahre ein Fall.

Masernimpfviren zerstören Tumorzellen



«Viren sind nicht nur Feinde, sondern können auch Freunde sein», sagt der Tübinger Onkologe Ulrich Lauer. «Onkolytische Viren wie Masernimpfviren können sogar Tumorzellen direkt zerstören.» Das Phänomen hat man auch bei Wildmasern beobachtet. Lauer zählt zu den Pionieren der Virotherapie und hat zusammen mit Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Biochemie ein Virotherapeutikum auf Grundlage von Masernimpfviren entwickelt. In der zweiten Jahreshälfte wird es erstmals an Krebs­patienten getestet. Mit den Resultaten dieser Prüfung ist in zwei Jahren zu rechnen. Lauer erhofft sich durch die Virotherapie über die direkte Tumorzell-Zerstörung hinaus auch eine dauerhafte Aktivierung des Immunsystems gegen die zu bekämpfenden Tumorzellen.

Das Milieu ist entscheidend
Soll ich mein Kind nun impfen oder nicht? Würden nicht nur die Masern, sondern auch Pest und Cholera wieder wüten, wenn wir aufhörten mit dem Impfen? Wohl kaum. Denn die Rückgänge der Krankheitsfälle und Sterberaten gehen nicht auf die Impfkampagnen zurück. Das zeigt sich bei den Masern sehr deutlich. 1900 forderten sie im Deutschen Reich 13000 Todesopfer. 1963, in der BRD, noch 140. Das war vor Einführung der allerersten Masernimpfung. 1980, als die grossen Impfkampagnen lanciert wurden, starben in Deutschland sechs Menschen am Masernvirus. Es ist offensichtlich: Nicht die Impfung, sondern die verbesserten Lebensumstände sind für die geringe Sterberate verantwortlich. Dadurch wurden die einst lebensbedrohlichen Masern zu einer vergleichsweise harmlosen Krankheit. «Ein Phänomen», sagt der deutsche Arzt und Impfkritiker Gerhard Buchwald, «das auch auf viele andere Infektionskrankheiten zutrifft».

Tatsächlich: Die meisten Krankheiten, gegen die wir heute impfen, spielen bei uns keine Rolle mehr. Trotzdem wird kräftig die Werbetrommel gerührt. Und die Impfempfehlungen respektive im Falle Deutschlands Gesetze spülen Millionen in die Pharmakassen.

Dabei sind die Masern für uns ja offensichtlich gar nicht so gefährlich. Doch wie sieht es mit den Impfstoffen aus? Die Zulassungshürden sind deutlich niedriger als für andere Arzneimittel. Das macht schon mal stutzig. Wobei man so einen Impfstoff natürlich schnell auf den Markt bringen muss – bevor die werden, was der Körper mit dem Impfstoff tut – und wie er ihn wieder loswird. Das wäre aber gerade in Bezug auf das Aluminium interessant, das in vielen Impfstoffen enthalten ist. Darauf kommen wir zurück. Doch führen wir uns zuerst die Zutatenliste zu Gemüte. Allen Eltern, die vor der Impfentscheidung stehen, sei die Lektüre der Fachinformationen der Impfstoffhersteller ans Herz gelegt. Verlangen Sie beim Arzt eine Kopie davon. Und studieren Sie sie mit gesundem Menschenverstand und dem Baby im Arm.

Giftcocktails fürs Baby
Die meisten Impfstoffe für Menschen sind heute frei von Quecksilber. Masernimpfstoffe enthalten in der Regel auch kein Aluminium. Aber Zellen von Hühnerembryos und menschlichen Lungen (andere Impfstoffe enthalten Affennieren, Pferdeserum und menschliche Föten!), zudem Spuren von Antibiotika und grosse Mengen Sorbitol. Dieser Süssstoff ist möglicherweise krebserregend. Das Zeugs spritzt der Arzt intramuskuläre oder tief subkutan in das Baby. Auch krebserregendes Formaldehyd, das in vielen Impfstoffen enthalten ist. Und Allergene wie Gelatine, Laktose oder Erdnussöl. Für Allergiker kann das tödlich sein. Und dann die berüchtigten Adjuvantien: Wirkstoffe zur Verstärkung der Immunreaktion. Viele Impfungen würden ohne sie gar nicht wirken! Früher hat man dafür meist Quecksilberverbindungen verwendet; heute vor allem Aluminiumverbindungen.

Da hat man wohl den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. Denn selbst in kleinsten Mengen versetzt Aluminium das Immunsystem in einen extremen Alarmzustand. «Aluminium aus Impfstoffen kann bei vorbelasteten Menschen eine Kettenreaktion im Immunsystem auslösen, die zu einer Autoimmunerkrankung auswachsen kann», sagt einer der führenden Autoimmunologen, Yehuda Shoenfeld, Leiter des Zentrums für Autoimmunerkrankungen am Sheba Medical Center der Universität Tel Aviv. Er ist überzeugt: «Aluminium aus Impfstoffen kann Autoimmunerkrankungen triggern.»

Impfpflicht erfüllt – Kind tot
Doch für wen sind Impfungen potenziell problematisch? Shoenfeld führt vier Gruppen von besonders gefährdeten Menschen auf:

1. Menschen, bei denen es bereits früher einmal zu einer Autoimmunreaktion nach einer Impfung gekommen ist.

2. Jeder, der unter einer Autoimmunerkrankung leidet beziehungsweise gelitten hat. Impfstoffe mit Lebendviren (z.B. MMR) sind für Betroffene wegen der Gefahr einer unkontrollierten Virenreplikation generell kontraindiziert.

3. Menschen mit bekannten allergischen Reaktionen auf einen Inhaltsstoff der Impfung. Auch wenn er nur in Spuren enthalten ist.

4. Menschen mit einer erhöhten Gefahr für eine Autoimmunreaktion, z. B. wenn in der Familie Autoimmunerkrankungen vorkommen. Aluminium ist neurotoxisch; es kann das Nervensystem schädigen. Wird das Leichtmetall oral aufgenommen, verbleibt höchstens ein Prozent im Organismus. Der Rest wird über den Magen-Darm-Trakt ausgeschieden. Trotzdem warnt das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung vor Alufolie. 

Laut dem Neuropathologen Romain Gherardi von der Universität Paris-Est kann «durch Impfungen appliziertes Aluminium länger als 15 Jahre im Körper bleiben. Und niemand weiss genau, was es dort anstellt. Man weiss nicht einmal, ob es überhaupt jemals ausgeschieden wird». Am meisten beunruhige die Beweglichkeit oder «Translokation» des Aluminiums im Körper. Experten sprechen von einer langsamen Wanderung in Organe wie Lunge und Gehirn. Dort könne Aluminium Entzündungen aktivieren und womöglich Alzheimer auslösen oder begünstigen. Trotz diesem schaurigen Verdacht wird fast jedem Bewohner unseres Planeten Aluminium injiziert.

Auch wenn es extrem selten passiert: Jeder Mensch kann mit einem anaphylaktischen Schock auf eine Impfung reagieren. So dürften die «versehentlichen Todesfälle» zustande kommen, von denen in den Fachinformationen der gängigen MMR-Impfstoffe gewarnt wird: «Versehentlich» war das Kind Allergiker und hätte nicht geimpft werden dürfen. Das Problem: eine Allergie oder eine Immunschwäche wird oft lange übersehen. Und anaphylaktische Reaktionen treten auch bei Menschen ohne bekannte Risikofaktoren auf. Mit den gegenwärtigen diagnostischen Methoden können sie nicht vorhergesagt werden.

Trotz all dem ist Shoenfeld, wie viele seiner Kollegen, nicht grundsätzlich gegen das Impfen. Er betont aber, dass man die potenziellen Vorteile gegen mögliche Gefahren abwägen muss.

Weniger impfen, mehr Gesundheit?
Folgt man dem offiziellen Schweizerischen Impfplan, werden dem Baby bis zu seinem ersten Geburtstag 17 Einzeldosen verimpft. 17! Zuweilen mehrere Impfstoffe aufs Mal – ein Minenfeld gefährlicher Interaktionen: Wechselwirkungen sind nicht erforscht. Der Feldversuch läuft. Seit drei Jahrzehnten. Seither nehmen die Allergien zu. Zufall? Es gibt plausible Gründe dafür wie dagegen; die Studienlage ist unklar.

Bis zum zweiten Geburtstag sollen Kinder 26-mal(!) gegen acht Krankheiten geimpft worden sein. Das kann, sagen viele Kinderärzte, die Gesundheit gefährden und die seelische Reifung verhindern. Rudolf Steiner sprach sogar von «Seelenmord»: «Er (der Mensch) wird (durch die Impfung) konstitutionell materialistisch, er kann sich nicht mehr erheben zum Geistigen.» Das sei das Bedenkliche bei der Impfung.

Es sei nicht sinnvoll, Kinder vor allen Krankheiten zu schützen, sagen Immunologen. Denn Infekte sind notwendig, damit sich ein stabiles Abwehrsystem aufbauen kann. Durch akute, entzündliche Erkrankungen wird das Immunsystem des Kindes gestärkt und Allergien oder Autoimmunerkrankungen treten später seltener auf; eventuell sinkt sogar das Krebsrisiko. Und häufig werden deutliche Entwicklungsschübe beobachtet.

Vielleicht sind die Masern ja so eine Art sinnvolle biologische Massnahme von Mutter Natur. Und wir pfuschen da mal wieder rein, in das perfekte Werk. . . Gut gemeint ist eben nicht immer gut gemacht.

Buchtipps, Links und weitere Infos rund ums Thema Impfen: www.natuerlich-online.ch

Fotos: mauritius-images.com

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