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Die Patientenfrage

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe_10_19 - 06.08.2019
 Ausgabe_12_19 - 06.08.2019

An Weihnachten ins Spital?

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Niemand verbringt Weihnachten freiwillig im Spital. Aber Krankheiten und Unfälle halten sich nun mal nicht an Termine. Die meisten Arztpraxen haben in dieser Zeit geschlossen, sodass Ihre Anlaufstelle in der Regel der Spitalnotfall sein wird. Halten Sie sich dabei unbedingt an die Bedingungen Ihrer Krankenversicherung. Natürlich werden Sie auf dem Notfall behandelt, wenn keine anderen Optionen zur Verfügung stehen. Einige Versicherungsmodelle kennen aber im Bestreben, die Zahl von Bagatellfällen zu reduzieren, besondere Anforderungen, z.B. vorab einen Anruf.

Im Spital selbst ist es meist nicht so schlimm, wie man sich das vielleicht vorstellt. Viele erzählen sogar von Weihnachten im Spital als etwas Besonderem.

Ein Faktor lässt sich aber nicht leugnen, der tendenziell doch gegen einen Spitalbesuch zu diesem Zeitpunkt spricht: Die Spitalleitungen planen über die Feiertage mit knapper Personaldecke – damit möglichst viele Beschäftigte zu Hause sein können, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Studien haben gezeigt, dass diese Rechnung manchmal nicht aufgeht: An Wochenenden und Feiertagen steigt die Gefahr von schlechteren Ergebnissen.

Deshalb gilt umso mehr: Denken Sie als Patient oder Angehörige mit und fragen Sie nach, wenn Ihnen, etwa bei der Medikamentenabgabe oder bei der Diagnose, etwas unklar ist oder seltsam vorkommt. Es gibt in solchen Dingen keine dummen Fragen!

Die Selbstverantwortung der Patientinnen beinhaltet auch, wegen Bagatellen nicht gleich zum Arzt zu rennen. Sollten Sie sich aber in der Adventszeit unwohl fühlen, suchen Sie im Zweifelsfall lieber noch vor den Feiertagen Ihren Hausarzt auf. Ihr Wunsch, das Fest im Kreis Ihrer Liebsten feiern zu können, rechtfertigt das.

Stephan Bader, freier Mitarbeiter SPO

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