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Heilpflanze des Monats: Barbarakraut

Kategorie: Heilpflanzen
 Ausgabe_11/17 - 01.11.2017

Text:  Sabine Hurni

Mit seinen scharfen Blättern peppt das Barbarakraut die Winterküche auf und versorgt uns mit reichlich Vitamin C.

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Mögen sie Kresse? Dann wird Ihnen auch das Barbarakraut gefallen. Der bis zu 80 Zentimeter hohe Kreuzblütler wird auch Winterkresse genannt, weil er bis weit in den Winter hinein grün bleibt und beinahe während des ganzen Jahres gesammelt werden kann. Das winterharte Kraut wächst an Gräben und Bachufern und blüht von April bis Juni mit zarten gelben Blüten, die an Senf oder Raps erinnern. Sind die Blüten verwelkt, kommt Energie in die als Blattrosetten angeordneten Laubblätter. Die anspruchslose Pflanze ist in ganz Europa verbreitet, allerdings kaum bekannt. Dabei wäre das Barbarakraut ein idealer Vitaminspender für die Wintertage.

Neben dem sehr hohen Vitamin-C-Gehalt enthält das Barbarakraut Bitterstoffe und scharfe Senfölglykoside. Diese verleihen den Blättern einen würzig scharfen Pfeffergeschmack, der an Kresse erinnert. Das Barbarakraut ist aber nicht nur Vitaminspender, es unterstützt auch den Stoffwechsel und regt die Enzymtätigkeit der Verdauungsdrüsen an. Der Tee aus dem Kraut wirkt harntreibend und blutreinigend und soll bei Übersäuerung des Magens und bei Frauenleiden helfen. Für die Teezubereitung übergiesst man 1 TL frisches Kraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser und lässt den Tee zehn Minuten zugedeckt ziehen. Täglich zwei bis drei Tassen davon trinken. Im Mittelalter wurde das Kraut, beziehungsweise der Pflanzenbrei daraus, als Wundheilungsmittel verwendet und in der Feldchirurgie eingesetzt.

Für Wildkräuterfans ist das Barbarakraut somit die ideale Kräuterpflanze, um die Zeit zu überbrücken, bis im Frühjahr die ersten Frühlingskräuter spriessen. Die rohen Blättchen der unteren Blattrosette streut man kleingeschnitten über den Salat. Man kann sie aber auch wie Spinat dünsten. Wem die Blättchen nicht zu scharf sind, der kann täglich einige kauen, in Smoothies verarbeiten oder Teeaufgüsse damit machen. Egal in welcher Form das Barbarakraut angewendet wird: Die Organe freuts und das Immunsystem ebenfalls. 

Tipps rund um das Barbarakraut
In gut bestückten Gärtnereien findet man das Barbarakraut als Kräuterstaude, die man im eigenen Garten setzen kann. Ansonsten lässt es sich aus Samen selber ziehen. Es bevorzugt feuchte Lehmböden im Halbschatten.
Die Sprossen
aus Barbarakrautsamen sind schmackhaft und gesund. Dazu sammle man im Herbst die trockenen Samen, mische sie mit anderen Samen, lasse die Mischung keimen und geniesse die Sprossen oder Keimlinge als Beilage zum Salat.
Aus den Blättern des Barbarakrautes lässt sich auch ein wunderbares Winter-Pesto zubereiten, zusammen mit gerösteten Mandeln, Olivenöl, Knoblauch und Salz.
Eine Tinktur, hergestellt aus zerstossenen Samen und Korn, hilft bei Infektionen der Blase und der Niere.

Bisher erschienen: Gänseblümchen, Doldiger Milchstern, Hopfen, Heckenrose, Wacholderbeere, Mistel, Hamamelis, Kuhschelle, Schlüsselblume, Lavendel, Fenchel, Enzian

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