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Heilpflanze des Monats: Fenchel

Kategorie: Heilpflanzen
 Ausgabe_09/17 - 01.09.2017

Text:  Sabine Hurni

Vielseitig: Fenchel lindert Koliken bei Kleinkindern, Völlegefühle bei Masslosen und Husten bei Kranken.

@ istockphoto.com

Wer kennt sie nicht, die kleinen Fenchelsamen, die auf der Zunge würzig süss schmecken? Nach dem Essen wirken zerkaute Fenchelsamen als sanfte Verdauungshelfer, die gleichzeitig Mundgeruch vertreiben.

Die schöne zwei- bis mehrjährige Mittelmeerpflanze mag es sonnig und heiss. Sie ist eine ideale Futterpflanze für die Raupen des Schwalbenschwanzes. Im warmen Süden findet man den Fenchel oft auch als Wildpflanze; in unserer Gegend wird er an sonnigen Standorten kultiviert. Besonders wohl ist es ihm neben dem roten Sonnenhut (Echinacea). Ein eher unbeliebter Nachbar hingegen ist der Dill – die beiden Gewürzpflanzen brauchen etwas Abstand zueinander,
da sie sich gegenseitig bestäuben.

Der bittere Fenchel gehört zur Familie der Doldengewächse und kann bis zu zwei Meter hoch werden. Seine Früchte sind hellbraun bis dunkelbraun und riechen stark würzig. Der nah verwandte süsse Fenchel hingegen hat hellgrüne bis gelbliche Samen mit angenehm würzigem Duft. Zu medizinischen Zwecken wird jedoch ausschliesslich der Bitterfenchel verwendet. Um einen Heiltee aus dessen Samen zu bereiten, quetscht man diese, übergiesst 1 Teelöffel davon mit siedendem Wasser und lässt den Tee 10 bis 15 Minuten bedeckt ziehen.

Die ätherischen Öle sind es, welche die Heilwirkung des Fencheltees entfalten. Die beiden wichtigsten sind Fenchon (12 – 25%) und Estragol (2 – 8%). Sie sind verantwortlich für die antimikrobielle, schleimlösende, auswurffördernde und krampflösende Wirkung und machen so den Fenchel zu einem beliebten Heilmittel bei unspezifischen Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Magenkrämpfen sowie Katarrhen der oberen Luftwege. Die schleimlösende Wirkung eines Hustentees wird verstärkt, wenn der Tee mit Honig oder einer Lakritzstange gesüsst wird.

Achtung: In Einzelfällen kann es zu allergischen Reaktionen der Haut und der Atemwege kommen. 

Auch so schmeckt Fenchel
• Zu Pasta
Fenchelpesto ist eine Spezialität auf den Liparischen Inseln nördlich von Sizilien. So gehts: Fenchelkraut, Rosinen, geröstete Pinienkerne, Sardellen und Olivenöl zerkleinern und vermengen. Unter die fertigen Teigwaren mischen.
• Mit Knoblauch gebraten
Fenchel waschen, längs halbieren und quer in feine Streifen schneiden. Trocken tupfen. 2 Knoblauchzehen ebenfalls in feine Streifen schneiden und zusammen mit dem Fenchel in Olivenöl scharf anbraten. Mit Salz und grob gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken.
•Als Stilltee
Fenchel wirkt nicht nur krampflösend, sondern auch milchbildend. Im Handel gibt es fertige Mischungen mit Kümmel und Anis.

Bisher erschienen: Gänseblümchen, Doldiger Milchstern, Hopfen, Heckenrose, Wacholderbeere, Mistel, Hamamelis, Kuhschelle, Schlüsselblume, Lavendel

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