Artikel Gesundheit :: Natürlich Online Bitte aufsetzen! | Natürlich

Bitte aufsetzen!

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe_07/08_2016 - 01.07.2016

Text:  Stella Cornelius-Koch

Treffen Sonnenstrahlen auf unser Gesicht, blinzeln wir automatisch oder kneifen die Augen zusammen.

Dadurch verengen sich die Pupillen, und es gelangt weniger Licht ans innere Auge, was wir als angenehm empfinden. Im Gebirge, am Wasser, im Schnee oder in sonnenreichen Gegenden reicht dieser natürliche Schutzmechanismus aber nicht aus.

«Vielen Menschen ist nicht klar, dass Sonnenexposition insbesondere am Meere oder im Gebirge die Augen einer erheblichen UV-Belastung aussetzt», sagt Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. Selbst ein Sonnentag am See oder ein Aus ug mit dem Cabrio kann mitunter regelrecht ins Auge gehen. Ähnlich wie auf der Haut kann der unsichtbare Anteil des Sonnenlichts, die ultraviolette (UV-)Strahlung, am Auge einen Sonnenbrand verursachen. Bemerkbar macht sich dies meist als Bindehautreizung mit geröteten oder tränenden Augen. In diesem Fall muss den Augen ein paar Tage «Sonnenpause» gegönnt werden, damit sie sich wieder erholen können.

Besonders sonnenempfndliche Augen haben hellhäutige Personen sowie Kleinkinder. Der Mediziner rät Eltern daher, ihren Nachwuchs in der Sonne mit einem breitkrempigen Hut und einer Brille zu schützen. Spezielle Sonnenbrillen gibt es bereits für Babys. Ebenfalls aufpassen sollten Menschen nach einer Operation des Grauen Stars, da viele künstliche Linsen die Netzhaut weniger vor UV-Strahlung schützen. Auch Kontaktlinsen mit UV-Filter decken Auge und Bindehaut nicht vollständig ab. Daher sollten Betroffene immer zusätzlich eine Sonnenbrille tragen. Für Autofahrer mit einer Fehlsichtigkeit ist zudem eine korrigierende Sonnenbrille wichtig.

Darauf kommt es an
• UV-Sschutz: Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt eine Sonnenbrille mit einem vollständigen UV-Filter (100% UV-Schutz bis 400 Nanometer). Damit verringert man das Risiko für den Grauen Star. Achtung: Bereits bei einem tiefen UV-Index von 1 bis 2 sollte man in den Bergen eine Sonnenbrille tragen.
• Tönung: Die Tönung der Gläser sagt nichts über den UV-Schutz aus, entscheidet aber über den Blendschutz. In Mitteleuropa genügt ein Universalfilter der Kategorie 2. Für südliche Gefilde, helle Wasserflächen oder das Gebirge sollte ein dunklerer Filter der Kategorie 3 gewählt werden. Tipp: Die individuelle Lichtempfindlichkeit der Augen sollte berücksichtigt werden.
• Material: Die Sonnenbrille sollte gut geschliffene Gläser haben. Glas ist etwas unempfindlicher gegenüber Kratzern, Kunststoff etwas leichter. Die Gläser sollten keinerlei Schlieren, Blasen oder Einschlüsse aufweisen. Bei leichtem Fingerdruck darf das Glas nicht nachgeben. Ausserdem sollte ein durch die Brille fixierter Gegenstand beim Hin- und Herdrehen nicht verzerrt erscheinen.
• Farbe und Grösse: Bei braunen oder grauen Gläsern werden die Farben am wenigsten verfälscht (wichtig für Autofahrer). Achtung: Mit sogenannt polarisierenden Gläsern ist man in den Bergen und auf dem Wasser sehr gut versorgt. Da diese Art von Gläsern aber auch das Licht elektronischer Armaturen und Anzeigen absorbiert, sind sie für Autofahrer nicht geeignet. Die Brille sollte sich den anatomischen Verhältnissen des Gesichts anpassen und die Gläser so gross gewählt werden, dass sie die Augen von allen Seiten vor Sonneneinstrahlung und Reflexionen schützen.

Fotos: istockphoto.com

Tags (Stichworte):

Kategorie: Gesundheit

Kampf mit Geist

Die japanische Kampfkunst Aikidō ist mehr als eine Selbstverteidigungstechnik....

Kategorie:

Kategorie: Gesundheit

Der Film

Kommt der Mensch zur Ruhe, findet er zu sich selbst.