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Gesunder Stinker

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe_09_10_2015 - 01.09.2015

Text:  Sabine Hurni

Aus der Küche ist Knoblauch nicht mehr wegzudenken. Die Knolle ist aber auch ein vielseitiges Heilmittel. Es hilft der Verdauung und hält die Blutgefässe gesund.

Die Angst vor dem Blutfett Cholesterin – auch Cholesterol genannt – ist ein lukratives Geschäft. Cholesterinsenker gehören weltweit zu den meistverkauften Medikamenten, und auch mit cholesterinfreier Margarine lässt sich viel Geld verdienen.

Grosse Aufregung

Inzwischen ist aber belegt, dass das Nahrungscholesterin aus Eiern, Butter und Fleisch wenig Einfluss auf den Cholesterinwert hat und auch, dass ein zu niedriger Cholesterinspiegel gefährlicher ist als ein zu hoher. Zudem verlängern cholesterinsenkende Medikamente die Lebenserwartung nicht. Es macht den Anschein, dass die Aufregung um den Stoff grösser ist als die damit verbundenen gesundheitlichen Probleme. Thema wurden die Blutfettwerte, weil sie sich in Kombination mit Kalzium an den Gefässwänden ablagern können. Dadurch leidet die Elastizität der Blutgefässe; diese verengen sich und können im schlimmsten Fall verstopfen. Löst sich eine solche Ablagerung spontan, schwimmt sie im Blut und kann dann in einem feineren Blutgefäss hängen bleiben. Die Folge sind Venenthrombosen, Herzinfarkte oder Schlaganfälle.

Die beste Prävention ist ein gesunder Lebenswandel: genügend Bewegung, kein Nikotin, Idealgewicht und eine vitalstoffreiche Ernährung. So kommt man erst gar nicht in die Situation, Cholesterinsenker einnehmen zu müssen. Vitamine, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren in unserer Nahrung schützen nachhaltig vor Ablagerungen in den Blutgefässen. Ein besonders guter natürlicher Cholesterin- und Blutdrucksenker ist Knoblauch (Allium Sativum). Er enthält grosse Mengen an schwefelhaltigen Verbindungen. Diese sind für den typischen Knoblauchgeruch wie auch für die Heilwirkung verantwortlich. Die Schwefelverbindungen (Sulfide), kombiniert mit anderen Substanzen des Knoblauchs, wirken entzündungshemmend und senken das Wachstum von Bakterien, Pilzen oder gesundheitsschädlichen Hefen. Deshalb erzielen sie eine antibiotikaähnliche Wirkung bei Erkältungen, Bronchitis und grippalen Erkrankungen. Damit die wichtigste Schwefelverbindung, das Allicin, für den Organismus verfügbar wird, muss der Knoblauch gepresst, gequetscht oder geschnitten werden. Erst durch Zellschädigung verwandelt sich das Alliin mit Hilfe eines Enzyms in Allicin.

Der süsslich scharfe Geschmack des Knollengewächses wirkt auf den Körper erhitzend; der Verdauung wird auf die Sprünge geholfen und viele Stoffwechselprozesse werden in Gang gesetzt. Durch den verstärkten Blut- und Lymphfluss werden Blutgefässe wie auch Zellen von Stoffwechselendprodukten und Schleim befreit.

Die Heilwirkungen des Knoblauchs sind so vielfältig, dass man gegenüber den Körperausdünstungen etwas Toleranz an den Tag legen sollte. Damit die Blutgefässe gesund und elastisch bleiben, beträgt die tägliche Einnahmeempfehlung vier Gramm. Das entspricht etwa zwei Knoblauchzehen, die vorzugsweise roh verzehrt werden sollten. Die flüchtigen Schwefelverbindungen gehen beim langen Kochen verloren. Wer rohen Knoblauch nicht mag, kann ihn nach dem Pressen, Quetschen oder Schneiden mit zwei Esslöffel heissem Öl übergiessen und ihn dann ins Salatdressing, in die Dip-Sauce oder über das Gemüse geben.

Tipp
Gegen Körpergeruch helfen Blattgrün-Tabletten aus dem Fachhandel. Eine bis drei Tabletten lassen Knoblauchausdünstungen innert kurzer Zeit verschwinden.

Vitale Blutgefässe mit der richtigen Ernährung
1. Vorsicht versteckte Fette
Verwenden Sie für Salate gute Pflanzenöle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren.
2. Weniger Fleisch und Zucker
Reduzieren Sie den Fleischkonsum und vermeiden Sie isolierte Kohlenhydrate aus Weissmehl und Zucker. Beide
beeinflussen den Cholersterinspiegel und begünstigen Ablagerungen in den Blutgefässen.
3. Viel Gemüse roh und gekocht
Essen Sie täglich Karotten, Äpfel, Gemüse und Salat. Die Faserstoffe aus den Pflanzen führen zu einer Senkung des Cholesterinspiegels.
4. Bitter macht froh
Essen Sie viele Bitterstoffe. Sie sind in grünen Kräutern, Artischocken, Chicoree, Kurkuma, Bockshornklee enthalten.

Fotos: istockphoto.com

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